Herr Pfarrer, ich weiß was ...

Fritzlar-Homberg: Kirchenvorstände starten Umfrage in den Gemeinden

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Kreuzchen machen: In einer Umfrage wollen vier Kirchengemeinden wissen, wohin die Reise gehen soll. Im Hintergrund zu sehen ist die Kirche von Zennern.

Obermöllrich. Gottesdienst ist doch was für alte Leute. Stimmt oder stimmt nicht? Die Kirchenvorstände von Obermöllrich, Cappel, Zennern und Udenborn wollen es genau wissen und haben in ihren Gemeinden eine Umfrage gestartet

Die Umfrage gibt es in dieser Form zum ersten Mal im Kirchenkreis Fritzlar-Homberg.

Darin geht es um Fragen des kirchlichen Alltags, zum Beispiel um den Inhalt der Gottesdienste. Was ist Ihnen wichtig? fragen die Kirchenvorstände. Die Predigt, die Liturgie, die Musik? Und worauf können Sie verzichten? Auch über die gewünschte Dauer eines Gottesdienstes und über die Anfangszeit - am Vormittag, Mittag oder Nachmittag - wollen sie Auskunft haben. Spannung versprechen sich die Macher auf die Antworten zu Sonderformen von Gottesdiensten, zu denen beispielsweise prominente Gäste eingeladen werden könnten, Künstler, Wissenschaftler, Politiker.

Grund für die Umfrage, die auch in den vier Kirchengemeinden etwas Neues ist, war die rückläufige Zahl von Menschen, die am kirchlichen Leben teilnehmen. So wollen die Kirchenvorstände wissen, warum immer weniger Leute in den Gottesdienst kommen und was zu tun ist, um das zu ändern, also eine Art Bedarfsermittlung. Pfarrer Bernt Loose: „Glauben ist doch nichts von gestern. Das Zusammenleben in einer Kirchengemeinde ist hochattraktiv, wenn die Gemeindeglieder es wünschen.“ Und so spielt auch das Gemeindeleben generell eine Rolle in der Umfrage. Wie wird das kirchliche Angebot wahrgenommen, was erwarten die Einwohner der vier Dörfer? Lebenshilfe? Besuchsdienste? Freizeitangebote?

An der Umfrage dürfen alle Gemeindeglieder ab 14 Jahre, also ab der Konfirmation, teilnehmen. Die Antworten können anonym gegeben werden. Wer seinen Namen nennen möchte, darf das natürlich.

Mitglieder der Kirchenvorstände verteilen die Fragebögen in diesen Tagen und gehen von Haus zu Haus. Am 16. Oktober werden die Bögen eingesammelt. Sie können im Umschlag am Gartenzaun oder an der Haustür befestigt werden. Sie können aber auch beim Gottesdienst in der Kirche oder im Pfarramt abgegeben werden. Besonderer Service: Wer möchte, dass sein ausgefüllter Fragebogen zu Hause abgeholt wird, kann im Pfarramt anrufen: 05622/3174 (Anrufbeantworter). (rbg)

Quelle: HNA

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