Stefan Mondel, Leiter des Waberner Werkes, spricht über die Zukunft des Standortes

Herr der Rüben: Mondel ist neuer Werksleiter der Zuckerfabrik

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Süß ist sein Leben: Dr. Stefan Mondel ist der neue Leiter des Südzucker-Werkes in Wabern. Dieses Jahr ist die Rübenernte besonders üppig ausgefallen, er zeigt ein Prachtexemplar.

Wabern. Er ist sozusagen mit dem Zucker groß geworden: Dr. Stefan Mondel ist neuer Werksleiter der Fabrik in Wabern. Er löst damit den langjährigen Leiter Christian Voß ab. Mondel sprach über die Zukunft des Standortes.

Mondel promovierte über die Chemie des Zuckers, bereits in seiner Studienzeit arbeitete der 42-Jährige für Südzucker. Er war in verschiedenen Werken tätig und leitet nun die Standorte in Wabern und Warburg.

Was den Bayern an der Arbeit in der Zuckerfabrik fasziniert, ist die Vielseitigkeit. „Die Rübe ist ein Naturprodukt, das führt immer zu Überraschungen“ sagt Stefan Mondel. So sieht sich der Chemiker immer mit neuen Herausforderungen, wenn die Rübe nicht der Norm entspricht.

Dass der studierte Chemiker nie im Labor gearbeitet hat, bereut er nicht. Die Arbeit in den verschiedenen Werken habe ihm immer Spaß gemacht.

Positiv blickt Mondel in die Zukunft, sowohl was die Zukunft des Werkes aber auch des Zuckers betrifft. Der Konsum des Zuckers ist über Jahre in Deutschland konstant geblieben. Der neue Werksleiter erklärt, dass die Menschen die Süße heute eher in verarbeiteten Produkten kaufen würden. Auch das Waberner Werk verkauft den Zucker hauptsächlich an regionale Firmen, die ihn dann weiterverarbeiten. Sei es in Süßigkeiten oder in Getränken.

Für Stefan Mondel ist Zucker ein wichtiges Nahrungsmittel. „Versucht man einen Kuchen ohne Zucker zu backen, klappt das nicht“, sagt der Werkschef. Die Perspektiven für Wabern sieht der Werksleiter positiv. 60 Mitarbeiter beschäftigt Südzucker in Wabern. 2011 werden 650 000 Tonnen Rüben zu 110 000 Tonnen Zucker verarbeitet. „Wir sind effizient aufgestellt, das ist ein Wettbewerbsvorteil“, fügt Stefan Mondel hinzu. Er will einen Schwerpunkt darauf legen, qualifiziertes Personal auszubilden und auch zu behalten: „Wir müssen unser Wissen bewahren.“

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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