Herwig-Blankertz-Schule lud Ausbilder für Logistik zu Kooperationstreffen ein

Miteinander reden: Ausbilder aus der Region und Lehrer der Herwig-Blankertz-Schule trafen sich zum Kooperationstreffen Logistik am Schulstandort in Wolfhagen, um miteinander über Ausbildungsinhalte zu sprechen. Fotos: Schilling

Gasterfeld. Der Fachbereich Logistik ist einer der größten an der Herwig-Blankertz-Schule in Wolfhagen. 224 angehende Fachkräfte für Lagerlogistik / Fachlageristen besuchen derzeit die Schule, verteilt sind sie auf 44 Ausbildungsbetriebe.

Auf die Ausbilder dieser Betriebe warteten gestern jede Menge Informationen beim Kooperationstreffen Logistik, zu dem die Schule einmal im Jahr einlädt. Umfangreich stellten die Lehrer den Fachbereich vor. Moderiert wurde die Veranstaltung von Paul Orzessek, Koordinator Logistik der Herwig-Blankertz-Schule.

Neben allgemeinen Informationen über Unterrichtsinhalte stellten die Fachlehrer besondere Aktivitäten der Schule vor, wie Auslandspraktika, die Internet-Plattform „Logistik-Web“ und die „Qualifizierte berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb (QuABB). Ein Projekt, das auch für die Betriebe wichtig ist.

Ausbildungsabbruch Thema

Denn bei dem Projekt geht es darum, die Zahl der Ausbildungsabbrecher zu verringern. „Fast jeder vierte Ausbildungsvertrag wird gelöst“, erklärte Frank Rohrberg. Wesentliche Ursachen für einen Abbruch der Ausbildung sind nach seiner Aussage schwierige soziale Verhältnisse der Jugendlichen, Lernschwierigkeiten und die Tatache, das Fachlagerist oft nicht der Wunschberuf ist.

Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der Beratung und die soll künftig zu Anfang des Schuljahres für alle Schüler einmal obligatorisch sein. „So werden die, die sich Hilfe suchen, nicht stigmatisiert“, sagt Rohrberg. Zudem werde die Hemmschwelle gesenkt, auch später Beratung in Anspruch zu nehmen.

Einzelgespräche

Bei diesem wie bei anderen Themen wurde deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Schule und Ausbildungsbetrieben ist. „Wir wollen den Austausch immer am Laufen halten. So können wir Missverständnisse und Konflikte schnell lösen“, erklärte Schulleiter Dr. Dietmar Johlen. In diesem Sinne nutzen Fachlehrer und Ausbilder das Kooperationstreffen auch, um in Einzelgesprächen Erfahrungen auszutauschen, über aktuelle Ausbildungsbelange und die Arbeit mit den Auszubildenden zu sprechen.

Die Rückmeldungen zu den Kooperationstreffen sind laut Orzessek in den vergangenen Jahren durchweg positiv gewesen. Denn auch für die Betriebe ist der Informationsaustausch ein Gewinn. „Im Plenum entstehen oft ganz intensive Diskussionen“, sagt Johlen.

„Auszubildender, Schule und Betrieb - wenn die drei miteinander reden, dann sind wir auf einem guten Weg.“

Der Fachbereich Logistik wächst stetig an. Gab es früher zwei Klassen pro Jahrgang, so sind es seit einigen Jahren vier. Für das kommende Schuljahr liegen der Herwig-Blankertz-Schule bereits 90 unverbindliche Anmeldungen der Ausbildungsbetriebe vor. (mex)

Von Meike Schilling

Quelle: HNA

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