Kurt Dönges scheidet nach 26 Jahren als Übungsleiter der Herzsportgruppe aus

Ans Herz gewachsen

War 26 Jahre lang Übungsleiter der Ziegenhainer Herzsportgruppe: Kurt Dönges (78). Foto: Rose

Treysa. Schon mit Ende 40 litt Kurt Dönges an Herzrhythmusstörungen: Zwar im vorzeitigen Ruhestand, wollte sich der Treysaer, der immer sportlich war, längst noch nicht zur Ruhe setzen und absolvierte eine Ausbildung zum Übungsleiter für Herzsport.

Die Initiative ging damals unter anderem von Dr. Begenat, dem Leiter der Inneren Medizin am Ziegenhainer Kreiskrankenhaus, aus.

„Mit der Idee, Sport für Herzkranke anzubieten, haben wir offene Türen eingerannt“, sagt Dönges. Nach 26 Jahren als Übungsleiter will der 78-Jährige die Aufgabe jetzt an andere abgeben: Seit vielen Jahren stehen ihm Erna Hahn und Monika Selentschik als Übungsleiterinnen zur Seite, neu im Team ist seit diesem Sommer Ulla Körner. „Die machen das prima“, findet Dönges.

Seit 1989

Nach dem Start der Sportgruppe 1989 in der Ziegenhainer Kulturhalle sind dem Treysaer die Mitglieder im doppelten Sinne ans Herz gewachsen: Waren es anfangs sechs Sportler, wuchs die Gruppe schnell auf mehr als 20. Heute besuchen 70 Leute die drei Kurse.

Der Herzsport ist eine Sparte im ESV Jahn und im Tuspo Ziegenhain. Für Dönges liegen die Vorteile des Herzsports klar auf der Hand: „Ich wollte etwas für mich tun, aber auch anderen helfen. Denn die gesellige Komponente gehört natürlich auch zur Gruppe.“

Immer ein Arzt dabei

Dabei sei er vor seiner ersten Stunde als Leiter „mehr als aufgeregt“ gewesen. Immer begleitet werden die Trainingseinheiten übrigens von einem Arzt. Aktuell wechseln sich die Kollegen Flockermann, Siebold, Brinkmann, Ausmeier, Bornscheuer und Baeblich ab.

Bis heute durchliefen 335 Patienten die Gruppe, der Altersdurchschnitt liegt zwischen 60 und 70 Jahren. Kurt Dönges nennt das Training „Sport mit gebremstem Schaum“.

Die Übungen würden umsichtiger angeleitet, es gehe auch darum, Arbeitserleichterungen für den Alltag zu zeigen und den Patienten zu vermitteln, vernünftig mit sich umzugehen.

Seit vielen Jahren trainiert die Gruppe nun in der Turnhalle im Ostergrund. Dabei hat Dönges zwei Arten von Patienten kennen gelernt: „Die, die den Infarkt ignorieren und die, die in ein Loch fallen. Bei letzteren können wir gut helfen. Manchmal wollen Menschen einfach nur in den Arm genommen werden.“

• Kontakt: Erna Hahn, Tel. 06691/5231.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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