Helmut Harle aus Schellbach erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande

In seinem Element: Helmut Harle hat sich stark für den Tourismus engagiert. Unser Archivbild zeigt ihn (Mitte) mit Friedhelm und Rainer Krause in der Lochbachklamm. Archivfoto:  Christine Thiery

Schellbach. „Du, d‘r Helmut steht vor der Deere, jetz‘ will he werre wos“. Wenn bei den Schellbachern, der Gemeinde Knüllwald, der Stadt Homberg, dem zuständigen Pfarramt oder den örtlichen Vereinen dieser Satz fiel, dann war Helmut Harle in ehrenamtlicher Mission unterwegs.

Für sein jahrzehntelanges Engagement in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen erhielt er jetzt eine hohe Auszeichnung: Im Beisein seiner Familie und langjähriger Weggefährten verlieh Staatssekretär Mark Weinmeister dem 77-Jährigen das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Als Gemütsmensch mit dem nötigen Quäntchen Feingefühl, aber auch mit einer nicht immer bequemen Hartnäckigkeit stelle er an seine Mitmenschen in Sachen Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft jene Ansprüche, die er auch sich selbst auferlegte. Weinmeister: „Ein Wunder, dass Helmut Harle bei diesem Ehrenamts-Pensum auch noch eine Familie hat.“ Helmut Harle habe für seinen Heimatort und die Gemeinde unglaublich viel bewirkt, sagte Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller. Beispielhaft dafür seien seine über 40 Jahre geleisteten kommunalpolitischen Aktivitäten als Mitglied von Gemeindevertretung und -vorstand, als CDU-Fraktionsvorsitzender sowie als Ortsvorsteher.

Daneben war er als langjähriges Vorstandsmitglied sowie Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins und späteren Trachtenvereins Schellbach aktiv, gehörte über 30 Jahre lang dem Vorstand der Kirchengemeinde Remsfeld an und engagiert sich seit sechs Jahrzehnten in der Feuerwehr. Nach dem Berufsleben in der Remsfelder Stuhlfabrik und im Baunataler VW-Werk fand Harle im Tourismusbereich einen zeitaufwändigen ehrenamtlichen Zweitjob: Als Gründungsmitglied und späterer Vorsitzender der Knüll-Touristik war er ebenso aktiv wie als Mitinitiator der seit 2005 bestehenden touristischen Kooperation mit Homberg und der Entwicklung der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Rotkäppchenland. Eine große Aufgabe in diesem Bereich bewältigte er zudem als Projektgruppenleiter Tourismus beim Homberger Hessentag 2008.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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