Bei Herzstillstand helfen Defis - Aber wo sind sie?

Wolfhager Land. Wer einen Herzstillstand erleidet, befindet sich in der Regel nicht im Krankenhaus und es vergeht oft wertvolle Zeit, bis ein Notarzt zur Stelle ist.

Mit der automatisierten externen Defibrillation können aber auch Laien nachhaltig Leben retten. Wo die Lebensretter an Gebäuden zu finden sind, darüber hat allerdings niemand einen Überblick. Zwar gibt das gemeinsame Gesundheitsamt von Stadt und Kreis Kassel die Standorte in Kassel auf einer Karte bekannt, für das Wolfhager Land sind aber keine verzeichnet. Dennoch sind die mobilen Geräte auch im Altkreis Wolfhagen vorhanden. Im Wolfhager Rathaus gibt es direkt an der Hauptverwaltung einen Defibrillator, ebenso an der Stadthalle. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellt dem Freibad Wolfhagen während der Saison ein Gerät zur Verfügung. Wo weitere Geräte installiert sind, weiß auch das DRK nicht. Rouven Gerlach, stellvertretender Bereitschaftsleiter in Wolfhagen: „Wenn ein Gerät an einem Gebäude installiert wird, werden wir nicht automatisch darüber informiert.“

Beim Kreis Kassel liegen nur die Standortinformationen für kreiseigene Gebäude vor. „Eine Gesamtübersicht gibt es nicht“, sagte Verwaltungssprecher Harald Kühlborn. Das Gesundheitsamt hatte vor einigen Jahren angeboten, die Daten zu sammeln. Doch von dem Angebot habe offenbar kaum jemand Gebrauch gemacht. Die Karte sei schon etwas älter, erklärte Kühlborn.

„Wenn so ein Gerät installiert wird, werden wir nicht informiert“, sagte der Wolfhager Stadtbrandinspektor Frank Brunst. Die Feuerwehr habe einen Defibrillator im Stützpunkt. Der werde nach Bedarf bei Einsätzen mitgenommen. „Ansonsten kommt bei einem Feuerwehreinsatz auch der Rettungsdienst dazu. Und die sind damit ausgestattet“, sagte Brunst. Wie das Gerät benutzt wird, wird in Kursen beim DRK gezeigt.

Weitere Informationen gibt es hier.

Quelle: HNA

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