Herzstück der Versorgung

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Vorfahrt für die Gesundheit: (von links) Dr. Wolfgang Dausch, Bürgermeister Hartmut Spogat und Kuratoriumsvorsitzender Karl-Otto Winter auf dem Fahrradergometer.

Fritzlar. Damit das Herz seine anspruchsvolle Aufgabe erfüllen kann, ist es auf eine gute Durchblutung angewiesen. Das Herz der medizinischen Versorgung ist in Fritzlar das Hospital zum Heiligen Geist. Dessen Leistung wurde jetzt durch das neue Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) gestärkt.

Die neuen Räume des MVZ wurden am Freitagabend eingeweiht.

Hinter den drei Buchstaben verbirgt sich eine fachübergreifende Behandlungseinrichtung. Dahinter steht die Idee der Behandlung aus einer Hand. Wie die Ärzte einer Gemeinschaftspraxis arbeiten im MVZ Ärzte an einem Praxissitz zusammen.

Über 13 200 Menschen wurden in den vergangenen 18 Monaten im MVZ am Hospital Fritzlar betreut. Mit dieser ersten Bilanz ist der ärztliche Leiter, Dr. Wolfgang Dausch, sehr zufrieden. In dem neuen Zentrum, dass sich im Erdgeschoss des Krankenhauses befindet, ist die ambulante Versorgung der Patienten möglich. Das zeige, welch hohen Stellenwert Fritzlar als Gesundheitsstandort habe, so Dausch.

Und das in einer Zeit, in der die demografische Entwicklung auch für eine Überalterung im Arztberuf sorge. „Bis zu 15 Prozent aller Hausarztpraxen werden in den nächsten Jahren aus Altersgründen schließen, und diese Stellen werden nicht alle neu zu besetzen sein“, sagte Dausch. Um so wichtiger sei es, dass man jungen Ärzten in dem MVZ eine attraktive Alternative biete, um sie auch in ländliche Regionen zu locken.

Außerdem sei es das Ziel, den Patienten weite Wege zu ersparen und dennoch eine hochwertige, qualifizierte medizinische Betreuung vor Ort und unter einem Dach anzubieten. Das habe einen weiteren entscheidenden Vorteil: „Bei Bedarf können sie stationär im Hospital weiterbehandelt werden“, erklärt Dausch.

Durch das Zusammenspiel zwischen MVZ und Hospital würden die Patienten überwiegend von den gleichen Ärzten behandelt. Doppeluntersuchungen konnten bereits jetzt weitgehend vermieden und die Liegezeit der Patienten im Krankenhaus reduziert werden. Zudem sei die Verzahnung zwischen niedergelassenen Ärzten und dem MVZ sehr eng, sagte Dausch. In die Erweiterung und Modernisierung des MVZ wurden 600.000 Euro gesteckt, erklärte Stiftungsgeschäftsführerin Barbara Gawliczek. Die Praxisfläche beträgt nun 430 Quadratmeter – damit wurde die Größe verdoppelt.

Fritzlar sei in der medizinischen Versorgung schon dort angelangt, worüber andere Städte noch diskutieren, sagte Bürgermeister Hartmut Spogat. Fachlich sei man mit dem MVZ nun einen hervorragenden Schritt voran gegangen. „Die Klinik gehört zu Fritzlar wie der Dom“, betonte Bürgermeister Hartmut Spogat.

Während beim Herzen mit einem Bypass der Blutfluss umgeleitet und die Versorgung somit sichergestellt wird, stellen das MVZ und auch das neue Ärztehaus die medizinische Versorgung in Fritzlar sicher.

Quelle: HNA

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