Abbau von 300 Stellen bis 2025 soll so schonend wie möglich erfolgen

Stellenabbau bei Hessen-Forst: Keiner muss bangen

+
Arbeitsplatz Wald: Die Aufgaben sollen besser organisiert, Personalabbau so aufgefangen werden.

Wolfhagen/Kassel. Der anvisierte Abbau von 300 Stellen bei Hessen-Forst wird sich bis zum Jahr 2025 hinziehen. Von den derzeit 1950 Beschäftigten muss keiner um seine Stelle bangen. Das hat der Leiter von Hessen-Forst, Michael Gerst, jetzt gegenüber unserer Zeitung betont.

Auch beim Forstamt Wolfhagen und seinen zwölf Revierförstereien werde sich Umstrukturierung kaum bemerkbar machen, sagte Forstamtsleiter Uwe Zindel.

Bereits seit zwei Jahren suche der Landesbetrieb zusammen mit den Gewerkschaften und dem Personalrat nach Möglichkeiten der langfristigen Beschäftigungssicherung und der zukunftsgerichteten Personalentwicklung, sagt Michael Gerst. Bei der Stellenreduktion werde der Landesbetrieb selbstverständlich die natürliche Fluktuation ausnutzen. Das betreffe alle Beschäftigtengruppen – vom Waldarbeiter bis zum Forstamtsleiter.

So soll beispielsweise im Jahr 2025 auf eine Waldfläche von 1000 Hektar ein Forstwirt kommen. Heute betrifft das Verhältnis 1,9-Forstwirte auf 1000 Hektar. Doch im gleichen Zuge sollen aus der Gruppe der Forstwirte etwa 100 Mitarbeiter zu neuen Forstwirtschaftsmeistern qualifiziert werden, sagte Gerst.

43 Mitarbeiter in Wolfhagen

Michael Gerst

Im Forstamt Wolfhagen sind es vier Forstwirte, die sich zum Forstwirtschaftsmeister weiterentwickeln und damit anspruchsvollere Aufgaben übernehmen werden, sagte Zindel. Derzeit sind im Forstamt 43 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzu kämen 17 kommunale Forstwirte, die von der Umstrukturierung jedoch nicht betroffen seien. Interessant aus seiner Sicht sei die Alterstruktur der Revierleiter. Die liege bereits heute bei 50 Jahren. Bis zum Jahr 2025 werde die knappe Hälfte in Pension gegangen sein. Landesweit würden jedes Jahr 25 junge Leute eingestellt, das seien mehr, als aktuell benötigt würden, sagte Uwe Zindel.

Uwe Zindel

Einen besonderen Bedarf werde es in den Jahren 2018/19 auch im gehobenen Dienst der Forstbeamten geben, stellte Michael Gerst fest. „Die Forstverwaltung wird auch künftig ein interessantes Berufsfeld für junge, qualifizierte Nachwuchskräfte bleiben.“ Denn wenngleich der Landesbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen Chancen zur Rationalisierung ausnutzen müsse, so dürfe dies keine Auswirkungen auf die Kunden haben. Verminderte Leistungen werde es nicht geben.

Der Landesbetrieb HessenForst ist verantwortlich für 343 000 Hektar Staatswald. Darüber hinaus werden von dem Betrieb auch zahlreiche kommunale und private Wälder betreut. Hessenweit gibt es 41 Forstämter sowie das Nationalparkamt Kellerwald. Das Forstamt Reinhardshagen ist eines der größten in Hessen. Im Forstamt Wolfhagen ist der Anteil an Staatswald geringer als in anderen Gebieten.

Von Gerd Henke und Antje Thon

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare