Quillerkopf im Visier

Hessen-Forst will im Wald Windräder zulassen

Felsberg. Hessen-Forst weist am Quillerkopf im Felsberger Stadtteil Melgershausen einen Standort für drei Windräder aus. Das bestätigte am Montag der Melsunger Forstamtsleiter Christian-Peter Foet.

Das Felsberger Stadtparlament wird sich am Donnerstag mit dem Vorhaben beschäftigen. Federführend bei der Planung ist das Forstamt Melsungen.

Laut Foet können angesichts der Windverhältnisse am Quillerkopf Windräder wirtschaftlich betrieben werden. Geplant seien drei Anlagen mit einer Höhe von 190 Metern bis zur Rotorspitze. Für jede der Anlagen müsse ein halber Hektar Wald gerodet und an anderer Stelle wieder aufgeforstet werden.

Derzeit stehe man in Verhandlung mit Investoren. Die könnten, sofern alles gut laufe, noch dieses Jahr mit dem Aufstellen der Windräder beginnen.

Bürgerbeteiligung

Das Vorhaben wird am Donnerstag das Felsberger Parlament beschäftigen (siehe Termin). Denn die Drei-Burgen-Stadt wird ins Planverfahren einbezogen und kann eine Stellungnahme abgeben. Dabei setzt sich Bürgermeister Volker Steinmetz nach eigenen Angaben für eine größtmögliche Bürgerbeteiligung ein, und zwar sowohl bezogen auf die Planung als auch auf die wirtschaftliche Nutzung. „Bürgerbeteiligung würden wir sehr begrüßen“, sagt auch Foet.

Für eine Umsetzung sei eine Stellungnahme der Stadt Felsberg nötig. Auf die konnte sich die Stadt bislang nicht einigen. Eine Fristverlängerung hatte es in der Sache bereits gegeben. Ob es bei der Parlamentssitzung am Donnerstag zu einer Entscheidung kommt, steht allerdings noch nicht fest. Möglicherweise werde das Thema zunächst noch in den Ausschüssen diskutiert, hieß es im Rathaus.

Der Standort Quillerkopf liegt in einem Waldgebiet nordöstlich von Melgershausen in Richtung Körler Gemeindegrenze. In der Nachbargemeinde werden die Windräder vermutlich noch zu sehen sein, erklärte Foet auf Anfrage. (lgr)

Quelle: HNA

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