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Hessentag: Fritzlar hofft bei Geldvergabe auf Sonderregelung vom Land

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Von: Maja Yüce

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Der Innenraum der Stadthalle in Fritzlar wird für den Hessentag 2024 saniert. Doch jetzt explodieren angesichts der schwierigen Lage auf den Weltmärkten die Kosten.
Der Innenraum der Stadthalle in Fritzlar wird für den Hessentag 2024 saniert. Doch jetzt explodieren angesichts der schwierigen Lage auf den Weltmärkten die Kosten. © Daria Neu

Rohstoffknappheit und Preissteigerungen treffen auch die Vorbereitungen für den Hessentag in Fritzlar. Der soll vom 24. Mai bis zum 2. Juni 2024 stattfinden. Wie ist die Lage?

Fritzlar – Rohstoffknappheit und Preissteigerungen treffen auch die Vorbereitungen für den Hessentag in Fritzlar. Der soll vom 24. Mai bis zum 2. Juni 2024 stattfinden. Die Planungen laufen auf Hochtouren, einige Arbeiten haben bereits begonnen – die Sanierung des Saals der Stadthalle zum Beispiel. Sie zählt, ebenso wie eine neue Sporthalle und ein neuer Kunstrasenplatz, zu den Kernstücken der Hessentags-Investitionen.

Hartmut Spogat: „Der Hessentag ist nicht in Gefahr“

Bürgermeister Hartmut Spogat geht davon aus, dass es bei allen Projekten zu Kostensteigerungen kommen wird, auch Verzögerungen seien möglich. Doch, so betont er: „Der Hessentag ist nicht in Gefahr – weder wirtschaftlich, noch politisch, noch ideell.“

Allerdings hofft er auf eine Sonderregelung des Landes Hessen. Knackpunkt sei, dass Fritzlar bislang das Fördergeld aus den bestehenden Programmen nicht ausschöpfe. „Nur dann fließt aber die volle Fördersumme“, erklärt er. Maximal 6,5 Millionen Euro stehen für die Stadt aus unterschiedlichen Töpfen des Landes Hessen für Investitionen bereit.

Die meisten Projekte sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein

Derzeit beanspruche man aber etwa eine Millionen Euro davon nicht. „Wir brauchen dieses Geld für die zusätzlichen Kosten, die durch die aktuelle Situation entstehen“, sagt er und nennt enorme Preissteigerungen bei Aluminium, Stahl und im elektrischen Bereich. Diese sorgen dafür, dass die Arbeiten an der Stadthalle – trotz abgespeckter Planung – rund 1,5 Millionen Euro mehr kosten würden. Ursprünglich war man in Fritzlar von drei Millionen Euro für die Sanierung ausgegangen. „Wir hoffen, dass uns das Land wegen des hohen Kostendrucks die vollen 6,5 Millionen Euro gewährt“, sagt Spogat.

Die Projekte der Hessentagsstadt würden bei der Vergabe des Fördergeldes mit Priorität behandelt. Die meisten der Arbeiten werde man auch bis Ende 2023 abschließen. „Dann bleiben uns Winter und Frühjahr 2024 für die finalen Arbeiten. Im Mai sollten in der Stadt keine Bagger und Kräne mehr stehen.“ Manches nicht direkt für das Fest relevante Vorhaben, wie etwa die Sporthalle, könnten auch erst nach dem Hessentag fertig werden. Das sei aber kein Problem für die Förderung. (Maja Yüce)

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