Interimslösung

Hessische Filmförderung bekommt einen Übergangschef

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Günter Schmitteckert, künftiger Interimschef der hessischen Filmförderung.  

Nach der Abberufung des Chefs der hessischen Filmförderung soll vorerst ein hoher Beamter aus dem Kunstministerium das Unternehmen führen.

Der abberufene Geschäftsführer der hessischen Filmförderung, Hans Joachim Mendig, wird vorerst durch einen hohen Beamten aus dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ersetzt. Wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte, soll der Leiter der Stabsstelle Masterplan Kultur, Günter Schmitteckert, die Hessenfilm und Medien GmbH für einen Übergangszeitraum leiten. Der Aufsichtsrat der Filmförderung habe Schmitteckert bereits zum Geschäftsführer bestellt.

Schmitteckert war nach Angaben des Ministeriums von 2007 bis 2016 als Abteilungsleiter Kultur und Kunst und schon zuvor als Leiter des Ministerbüros mit der Hessenfilm befasst und auch an ihrem Aufbau bis 2016 beteiligt. Von 2007 bis 2015 war er zudem Vorsitzender der Bewertungskommission der Hessen Invest Film, einer der drei Vorgängerorganisationen der heutigen Hessenfilm.

Ende September hatte der Aufsichtsrat der Filmförderung Hans Joachim Mendig nach einer Sondersitzung mit sofortiger Wirkung abberufen. Zuvor hatten Hunderte Filmschaffende Mendigs Rücktritt gefordert, weil er sich im Juli mit dem Bundesvorsitzenden der in Teilen rechtsextremen AfD, Jörg Meuthen, getroffen hatte. Zur Begründung von Mendigs Abberufung hatte es geheißen, Jurymitglieder der Hessenfilm hätten ihren Rückzug angekündigt, zudem habe ein Imageschaden für die Filmförderung gedroht.

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