Haben Beamte Sanitäter weggeschickt?

Nach Unfall mit Kind (7): Ersthelfer erhebt schwere Vorwürfe gegen Polizei  

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Unfall mit Kind in Heusenstamm - Ersthelfer erhebt Vorwürfe gegen Polizei 

Nach einem Unfall mit einem Kind (7) in Heusenstamm erhebt ein Ersthelfer Vorwürfe gegen die Polizei.  

Heusenstamm – Ohne Verletzte blieb ein Unfall laut Polizei, der sich bereits am Samstagmittag auf der Frankfurter Straße in Heusenstamm ereignet hat. Ob dies tatsächlich so ist, kann nicht nachgeprüft werden. Fest steht, dass ein Passant einen Rettungswagen bestellt hat, weil ein sieben Jahre altes Kind in einem der beteiligten Fahrzeuge gesessen hat. „Aber die Polizei hat den Wagen wieder abbestellt“, klagt Albert Z. an.

Wie die Polizei erst auf Anfrage bestätigte, war am Samstag gegen 14 Uhr auf der Frankfurter Straße in Höhe des Bahnübergangs ein Linienbus mit einem Personenwagen kollidiert. Der 63  Jahre alte Busfahrer wollte mit seinem Gefährt die Frankfurter von der Hohebergstraße aus in nördliche Richtung überqueren.

Unfall in Heusenstamm löst Airbags aus

Dabei muss er den Volvo eines 41 Jahre alten Heusenstammers auf der vorfahrtsberechtigten Frankfurter übersehen haben. Es kam zum Zusammenstoß. Durch den Aufprall wurden die Seitenairbags in dem Personenwagen, in dem auch das Kind saß, ausgelöst.

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Albert Z. ist Medizinischer Fachangestellter. Er kam zufällig zu dem Unfall dazu, wollte helfen. Da er sich mit medizinischen Notfällen ein wenig auskennt, riet er – wegen des Kindes – sofort, einen Rettungswagen zu alarmieren. Nachdem er den Eindruck hatte, dass dies nicht geschieht, rief er kurzerhand über den Notruf 112 selbst einen solchen.

Kein Rettungswagen nach Unfall in Heusenstamm

Die Leitstelle habe daraufhin über Funk bei der Polizei nachgefragt, ob es Verletzte gebe, was der Beamte, der den Unfall aufgenommen hat, verneint habe, berichtet Jürgen Böres, stellvertretender Leiter der Polizeistation Heusenstamm auf Anfrage.

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Während Albert Z. versichert, die Mutter des Kindes, die später zur Unfallstelle gekommen sei, habe ebenfalls auf einen Rettungswagen bestanden, gibt Böres die Aussage des Beamten zu Protokoll, beide Eltern hätten versichert, niemand sei verletzt, der Rettungsdienst nicht notwendig.

Unfall in Heusenstamm: Schaden in Höhe von 20. 000 Euro

Böres: „Der Kollege ist sehr erfahren und selbst Vater von zwei Kindern. Außerdem ist er in der Feuerwehr aktiv und betreibt Ausbildung in Erster Hilfe.“ Dieser habe der Leitstelle sogar noch gesagt, falls der Rettungswagen schon unterwegs sei, solle er kommen.

Nach einem solchen Unfall sei ein Check durch Fachpersonal nicht falsch, sagt Ralf Ackermann, Kreisbrandinspektor und Leiter des Eigenbetriebs Rettungsdienst des Kreises Offenbach, auf Anfrage. Zumal die Kosten für den Rettungswagen im Zweifel von der Krankenkasse getragen werden. Durch den Unfall ist übrigens laut Polizei an den Fahrzeugen ein Schaden in Höhe von 20. 000 Euro entstanden.

Von Claudia Bechthold

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