Bärenstarker Auftritt: Braunbär-Trio erkundet Box

Homberg. Bärenstarker Nachwuchs im Wildpark Knüll: Sie sind noch ganz klein und doch schon richtig laut. Mit viel – zugegeben noch kratzigem – Gebrüll präsentierten sich die drei kleinen Braunbären des Wildparks am Freitagvormittag.

Kurzclip: Braunbärennachwuchs im Wildpark Knöll

Das flauschige Bären-Trio wurde bereits im Januar geboren. Die Mitarbeiter des Wildparks konnten die Jungtiere unlängst untersuchen. Vermutlich handelt es sich um zwei Männchen und ein Weibchen. Kleine Bären werden mit einem Gewicht von 300 bis 600 Gramm geboren und sind dann etwa so groß wie ein Meerschweinchen. In den ersten Lebenswochen nehmen die Braunbären sehr schnell zu. So können sie am Ende des dritten Lebensmonats bis zu 15 Kilogramm wiegen. Die kleinen Bären aus dem Wildpark bringen derzeit etwa fünf bis acht Kilo auf die Wage.

Sie lernen nun ihr zu Hause und die direkte Umgebung kennen, ehe es sie in wenigen Tagen immer häufiger auch nach draußen in das Gehege ziehen wird. „Das ist für die Kleinen besonders wichtig, denn sie fühlen sich in bekannter Umgebung wohl und sicher.“ sagt der Leiter des Wildparks, Dr. Wolfgang Fröhlich. „Wir hoffen, dass sie sich mit ihren älteren Geschwistern gut vertragen“, sagt Fröhlich und fügt mit einem Lächeln an: „Zwischen den Bäreneltern Balu und Onni scheint es die große Liebe zu sein.“

Denn es ist bereits der zweite Nachwuchs für das tierische Paar. 2010 bekam Onni das erste mal Drillinge. Luna, Arkas und Dakota haben sich ebenfalls gut entwickelt. Sie seien nun soweit, dass sie an andere zoologische Einrichtungen abgegeben werden können. Es hätten sich zwar noch keine Interessenten gemeldet, doch sei man optimistisch, ein gutes zu Hause für sie zu finden.

Derzeit sei der Wildpark Knüll der einzige Park mit Jungtieren. Ähnlich wie ihren großen Geschwistern wird es in rund drei Jahren auch den Baby-Bären gehen. Doch bis dahin haben sie noch viel Zeit, um erstmal ihre Gehege-Welt zu entdecken. Und die Besucher des Parks können den braunen Fellknäulen dabei bald zusehen. „Umweltbildung spielt für uns eine große Rolle und wir wollen auch Aufklärungsarbeit in Sachen Bären leisten“, sagt Fröhlich. Um so wichtiger sei es, dass die Tiere Nachwuchs bekommen.

Doch damit soll bei den Bären jetzt erstmal Schluss sein. Man werde etwas in Sachen Verhütung unternehmen. Schon dieses Mal sei der Nachwuchs nämlich eher ein „schöner Unglücksfall“, als geplant gewesen. „Wir waren alle sehr überrascht, als wie die Geräusche aus der Bärenbox hörten.“

Erste Fotos von den Jungbären im Wildpark Knüll

Service

Zurzeit besteht eine kleine Chance die noch kleinen Bärenkinder zu sehen. „Onni holt von Zeit zu Zeit mal eines ihrer Kinder raus ins Freie, aber sie ziehen sich zum Säugen und Ruhen immer wieder mal in die Bärenbox zurück. Der Besucher darf also nicht enttäuscht sein, wenn man sie mal nicht zu sehen bekommt.“, sagt der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker. Aber die Wahrscheinlichkeit die Bären draußen zu sehen steige von Woche zu Woche. „Die Besucher sollten einfach immer mal vorbei schauen und die Entwicklung der kleinen Bären begleiten“, empfiehlt er. Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 19 Uhr.

Hintergrund: Noch mehr Nachwuchs

Auch bei anderen Tierarten des Wildparks Knüll hat sich inzwischen Nachwuchs eingestellt. Bei den Wildschweinen sind zwölf Frischlinge geboren worden, weitere werden noch erwartet. „Nachwuchs gibt es auch bei den Rhönschafen und bei den Tarpanen“, sagt Wildparkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich. In den nächsten Wochen werde auch bei weiteren Tierarten Nachwuchs erwartet, fügt er an. So zum Beispiel bei den Zwergziegen, Rhönschafen, Wildschafen, Wölfen, Luchsen, dem Rotwild und vielen weiteren Wildparkbewohnern. Selbst wenn sich die Jungbären mal nicht zeigen sollten, gebe es genug zu entdecken.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Yüce

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare