Trotz Turbulenzen wird Energieprojekt pünktlich in Betrieb genommen

Startschuss für die Nahwärme in Wasenberg

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Herz des Nahwärmenetzes: Ddie Heizzentrale im Gewerbegebiet Hartmannsäcker in Wasenberg. 

Wasenberg. Das Nahwärmenetz der Energiegenossenschaft in Wasenberg geht am heutigen Mittwoch in Betrieb.

Etwas mehr als zwei Jahre währten Planung und Umsetzung des Vorhabens. In 263 Gebäuden profitieren damit 74 Prozent der Wasenberger von einer gemeinsamen Heizungsanlage. Geheizt wird mit Biogas.

Das Projekt, insbesondere die Arbeiten an dem 13 Kilometer langen Leitungsnetz, hatte in der Vergangenheit durchaus für hitzige Debatten gesorgt. Dabei war es unter anderem um die Art und Weise der der Straßenbauarbeiten gegangen, die Genossenschaft hatte sich von Bürgermeister Heinrich Vesper blockiert gesehen.

Inzwischen scheinen einige Steine aus dem Weg geräumt zu sein. Laut Genossenschaftsvorsitzendem Heinz Heilemann komme es zu einer Wiederherstellung der Straßen - genau so wie es der Gestattungsvertrag regele. Diese rechtliche Vereinbarung hatte die Gemeinde mit der Energiegenossenschaft abgeschlossen. Der Vertrag, den die Gemeindevertretung abgesegnet hatte, bildet die Rechtsgrundlage für die Arbeiten an den gemeindeeigenen Straßen.

Weiterhin wartet die Genossenschaft auf die Bürgschaft der Gemeinde in Höhe von zwei Millionen Euro. Aber auch da gibt es einen Lichtstreifen am Horizont. Das Gutachten des externen Wirtschaftsprüfungsbüro liege vor, und es werde zeitnah entschieden, erklärte Erster Beigeordneter Manfred Ries, der Bürgermeister Heinrich Vesper während seiner Urlaubszeit vertritt. Bereits im März hatte das Gemeindeparlament die Bürgschaft bewilligt.

Am heutigen Nachmittag erwartet die Energiegenossenschaft Tarek Al-Wazir in der neuen Heizzentrale im Hartmannsäcker. Der hessische Wirtschaftsminister wird dort den Startschuss für das im Schwalm-Eder-Kreis einmalige Projekt geben.

Hintergrund: Versorgung für fast 400 Haushalte

Die Wasenberger Energiegenossenschaft wird mehr als 1000 Einwohner in knapp 380 Haushalten in 263 Gebäuden mit Wärme versorgen. Im Gewerbegebiet Hartmannsäcker am Ortsausgang in Richtung Ransbach ist die Heizzentrale errichtet worden. Dort erzeugt die EAM mit mehreren Blockheizkraftwerken Energie. Die anfallende Wärme übernimmt die Genossenschaft und verteilt sie an ihre Mitglieder. Mit dem heutigen Startschuss werden laut Heilemann nach und nach die Gebäude angeschlossen werden. 

Quelle: HNA

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