CDU-Kandidat holte 53,9 Prozent der Stimmen

Spogat wird Fritzlars neuer Bürgermeister

Fritzlar. Die Sensation blieb aus: Hartmut Spogat wird neuer Bürgermeister von Fritzlar. Der CDU-Kandidat hat bei der gestrigen Wahl mit 53,9 Prozent die absolute Mehrheit der Stimmen geholt. Damit ist eine Stichwahl nicht mehr nötig.

SPD-Kandidatin Gerlinde Draude erreichte 42,5 Prozent, der parteilose Kandidat Joachim Frank kam auf 3,7 Prozent.

Der Trend zeichnete sich bereits ab, als die ersten Wahlergebnisse im Rathaussaal eintrafen. Dort hatten sich viele Wähler versammelt, um zu erfahren, wer ab Mai die Geschicke der Stadt bestimmen wird.

Kurzclip: Wahlsieger Hartmut Spogat (CDU)

Die SPD-Herausforderin entschied fünf Wahlbezirke für sich, Spogat die übrigen elf. Draude verbuchte ihr bestes Ergebnis in Rothhelmshausen (68 Prozent), Spogat in seinem Heimatdorf Wehren (69,6 Prozent). "Ich möchte den Bürgern und der Stadt dienen", sagte der Wahlsieger in einer ersten Reaktion. Die Wähler hätten sein langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik honoriert. An seinem Sieg habe er nicht gezweifelt, jedoch sei der Wahlkampf sehr anstrengend gewesen: "Es ist gut, dass es vorbei ist."

Impressionen von der Bürgermeisterwahl in Fritzlar

Spogat lobte den fairen und sachlichen Wahlkampf. Er wolle nun beweisen, dass die Aussagen in seinem Wahlprogramm keine Luftblasen gewesen seien.

Kurzclip: Gerlinde Draude (SPD)

"Ich bin enttäuscht, aber es geht weiter", sagte die unterlegene Gerlinde Draude. Das Ergebnis sei für Fritzlarer Verhältnisse - in der Stadt hat die CDU traditionellerweise bei Wahlen die Nase vorn - aber gut. Der Drittplatzierte Joachim Frank (parteilos) war gestern für eine Stellungnahme zu seinem Ergebnis nicht mehr erreichbar. Freude herrschte über die gute Wahlbeteiligung. 58,7 Prozent der Wahlberechtigen hatten abgestimmt, mehr als bei der Kommunalwahl. (ode)

Hintergrund: Lange tritt nach 18 Jahren ab

Karl-Wilhelm Lange war 18 Jahre lang Bürgermeister von Fritzlar. Vergangenes Jahr kündigte der CDU-Politiker an, er wolle nicht erneut für das Amt kandidieren. Langes Amtszeit endet am 30. April dieses Jahres. Der Bürgermeister kann die meisten Entscheidungen nicht alleine treffen, sondern ist auf die Zusammenarbeit mit den Stadtverordneten angewiesen. In Fritzlar arbeiten CDU (18 Sitze) und Grüne (6) im Stadtparlament zusammen, auch die FDP (1) stimmt meist mit der Mehrheit. Die SPD hat zwölf Stadtverordnete. Für die Bürgermeisterwahl durften Parteien Kandidaten vorschlagen, Unabhängige benötigten 74 Unterstützer. (ode)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare