Im Kurpark Bad Emstal starten im Frühjahr Arbeiten für Spiel- und Wanderrastplatz

Freuen sich über die Förderzusage für den Rastplatz am Habichtswaldsteig: (von links) Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung, Bad Emstals Bürgermeister Ralf Pfeiffer und Andreas Bohn, Leiter des Bauamtes. Der Spiel- und Wanderrastplatz soll im Kurpark Bad Emstal entstehen. Baubeginn ist im kommenden Frühjahr. Foto: Thon

Bad Emstal. Gute Nachrichten für den Spiel- und Wanderrastplatz in Bad Emstal: Das Projekt wird von der Europäischen Union bezuschusst. Damit können im kommenden Frühjahr die Bauarbeiten im Kurpark in Sand beginnen.

Schon seit einigen Jahren wabert die Idee eines Rastplatzes durch die Gemeinde, der von verschiedenen Interessensgruppen und allen Generationen genutzt werden kann. Der Förderverein Familientreff in Emstal (FinE) hatte erste Gedanken dazu entwickelt. Im Parlament wurde das Projekt immer wieder diskutiert, auf Eis gelegt und wiederbelebt.

Kosten von 200 000 Euro hatten am Anfang zur Diskussion gestanden, von diesen Vorstellungen entfernten sich die Verantwortlichen aber schnell. Nun sind es 40 000 Euro, die in den Spiel- und Wanderastplatz am prämierten Habichtswaldsteig fließen werden. Mehr als 25 000 Euro davon kommen als Fördermittel aus dem Programm Landtourismus, sagte Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung des Landkreises Kassel. Der Kurpark und die Extra-Tour 6 des Habichtswaldsteiges erhielten somit eine weitere Attraktion für Wanderer und Nicht-Wanderer. „Wasser spielt hier eine zentrale Rolle“, so Bürgermeister Ralf Pfeiffer. Es sei naheliegend, dass ein Spielplatz an der Extra-Tour „Im Tal der Quellen“ eine Wasserspielmöglichkeit erhalte.

Neben einer Wasserlandschaft wird das Gelände, das an den Wohnmobilstellplatz angrenzt, ausgestattet mit Barfußpfad, Rutsche, Nestschaukel, Spielhaus und Murmelbahn. Zudem soll ein Habichtsnest aufgebaut werden. Der Horst wird dargestellt durch einen Baum mit Stamm im Boden und Wurzeln in der Luft.

Um die Kosten für die finanziell klamme Gemeinde Bad Emstal möglichst gering zu halten, soll der Spielplatz Kitzhagen geschlossen werden. Seine zum Teil noch neuen Geräte würden im Kurpark wiederverwendet,so Pfeiffer.

Für die Gemeinde entfalle die Pflege des Spielplatzes Kitzhagen, und die Kinder, die bislang dort tobten und kletterten, müssten nur 300 Meter weiter zu einem sicherlich attraktiveren Gelände zum Spielen gehen. Da der Kurpark ohnehin von der Gemeinde in Schuss gehalten werden müsse, sei der Aufwand für die Pflege des Spielplatzes nur minimal höher, sagt der Rathaus-Chef. Auch der Verein FinE hat Unterstützung zugesagt. Er wolle sich mit Eigenleistungen und mit Spenden einbringen; sicherlich käme hierbei ein Beitrag von ungefähr 10 000 Euro zustande.

„Durch die Anlage dieses speziellen Wanderrast- und Spielplatzes erhält Bad Emstal einen großartigen neuen Treffpunkt“, sagt Nissen. Spätestens in anderthalb Jahren soll die Attraktion fertiggestellt sein, die die einzige ihrer Art entlang des 85 Kilometer langen Habichtswaldsteigs sein wird.

Von Antje Thon

Quelle: HNA

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