Sebastian Bechtel aus Wolfhagen baute Häuser für Arme in Guatemala

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Häuslebauer: Der Wolfhager Sebastian Bechtel, der in den Niederlanden Internationales Recht studiert, baute freiwillig und ehrenamtlich in Guatemala Häuser für die Ärmsten der Armen.

Wolfhagen. Auf der internationalen Bühne kennt sich Sebastian Bechtel trotz seiner 21 Jahre schon aus. Der junge Weltenbummler aus Wolfhagen war schon in Kanada und ist jetzt von einem Einsatz für eine Hilfsorganisation in Guatemala zurückgekehrt.

Der junge Mann, der in Heidelberg geboren ist und 1995 mit seinen Eltern nach Wolfhagen kam, studiert im niederländischen Groningen internationales Recht.

Bereits nach seinem Abitur an der Wilhelm-Filchner-Schule wagte er den Sprung über den großen Teich nach Kanada. Dort absolvierte er seinen Zivildienst in einem Sozialen Jahr in einem Heim für Behinderte und arbeitete in einer Organisation, die Einwanderer betreute und unterstützte. Jetzt kehrte der Weltenbummler von einer erneuten mehrmonatigen Exkursion jenseits des Atlantiks für wenige Tage in sein Wolfhager Elternhaus zurück: aus Guatemala.

Mit den eigenen Händen

Dort hatte er zusammen mit einem belgischen Studienfreund in der im Hochland gelegenen Stadt Antiqua ausschließlich in Handarbeit einfache Steinwohnhäuser für die Ärmsten der Armen gebaut. „Es war eine Schnapsidee“, sagt Bechtel: „Denn eigentlich wollten wir zwischen unserem Universitätswechsel nach Südamerika. Beim Surfen im Internet sind wir dann auf die Arbeit der kleinen und nur aus Spenden finanzierten Hilfsorganisation De Casa a Hogares Alemania gestoßen. Wir haben uns dort zur freiwilligen und ehrenamtlichen Mitarbeit gemeldet.“

Vorbedingung war jedoch die Überweisung einer Spende von mindestens 300 Euro. Auch Hin- und Rückflug sowie Unterkunft und Verpflegung musste Sebastian aus der eigenen Tasche bezahlen. „Insgesamt hat mich das Abenteuer über 2000 Euro gekostet.“ Quartier fand er mit seinem belgischen Mitstreiter in einer Großfamilie, die noch dortigen Schülern eine Wohnung bot. „Alles in allem lebte ich dort während der gesamten Zeit mit über 20 Personen unter einem Dach“, sagt Bechtel.

Trotz der ungewohnten Strapazen will er die dort verbrachte Zeit nicht missen. „Der helfende Einsatz sowie das Kennenlernen und der Kontakt mit den dort lebenden Menschen waren für mich eine wertvolle und gute Erfahrung. An den Baustellen und in der Familie herrschte immer eine tolle, freundschaftliche und von gegenseitigem Respekt getragene Atmosphäre. Ich jedenfalls habe viel gelernt.“ (zih)

Quelle: HNA

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