Knut Katzwinkel sammelt bundesweit Spenden

Hilfe für bedürftige Menschen

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Hilfe auf Rädern: Knut Katzwinkel sammelt bundesweit Spenden für hilfsbedürftige Menschen. Die Hilfsgüter gehen vor allem in osteuropäische Länder.

Breuna. Knut Katzwinkel hilft gerne. Vor allem bedürftigen Menschen. Mit seinem roten Opel und neuen Pkw-Anhänger sammelt der Breunaer Spenden aller Art – von Kleidung über Spielsachen, Rollstühle und Schlafsäcke bis hin zu Werkzeug und Krankenhaustechnik.

Die Spenden gehen an unterschiedliche Hilfsorganisationen. Unter anderem an den Verein Hilfe für Kinder nach Tschernobyl. Von diesen Organisationen gehen die Spenden vor allem in osteuropäische Länder.

Seit 2008 arbeitet Knut Katzwinkel für den Malteser Hilfsdienst und sammelt Spenden für bedürftige Menschen. Dabei kommt er viel rum. „Ich bin bundesweit tätig und letztes Jahr 35.000 Kilometer gefahren“, sagt der 43-Jährige. Früher hat der gebürtige Hann. Mündner für das Bayerische Rote Kreuz in Regensburg gearbeitet. Dort ist er als Lkw-Fahrer in Konvois mit 16 bis 18 Transportern gefahren. „Das waren noch richtige Abenteuerurlaube“, sagt Knut Katzwinkel. „Für die Strecke nach Odessa haben wir drei Tage und drei Nächte gebraucht.“ Insgesamt 600.000 Tonnen Spenden hat der 43-Jährige gesammelt und zum Teil selbst mit dem Lkw ans Ziel gebracht.

Nicht immer ungefährlich

„Mir wurde auch schon eine Pistole an meinen Kopf gehalten“, sagt Katzwinkel. „Das war ein Grenzbeamter am Übergang zwischen Ungarn und der Ukraine. Es war pure Schikane.“ Strenge Einfuhrbestimmungen erschweren die mühevolle Arbeit der Malteser noch zusätzlich. „Weißrussland benötigt beispielsweise dringend Rollatoren“, sagt der 43-Jährige. „Aber die können wir nicht einführen, weil es die Regierung untersagt.“

Die erschwerten Bedingungen halten Knut Katzwinkel nicht davon ab weiterzumachen. „Das Wichtigste ist, dass man dabei Mensch bleibt“, so der Breunaer. Knut Katzwinkel lebte auch ein dreiviertel Jahr in Moldawien. Dort ist er als Lkw-Fahrer und mit einem internationalen Ärzteteam mit einem OP-Lkw durchs Land gerollt. „Wir sind von Stadt zu Stadt gefahren und haben die Krankenhäuser unterstützt“, erinnert sich Knut Katzwinkel.

Der gelernte Installateur und Klemptner absolvierte nach seiner Zeit beim Bayerischen Roten Kreuz eine Umschulung zum Hotel- und Gaststätten-Kaufmann, kehrte dann aber wieder zur ehrenamtlichen Tätigkeit zurück. „Das Schönste ist die Dankbarkeit der Menschen – das ist eine ganz andere als bei uns“, sagt Knut Katzwinkel. „In einem Kinderheim in Odessa, habe ich einem fünfjährigen Jungen eine Tafel Schokolade geschenkt“, sagt Knut Katzwinkel. „Der Junge hat die Schokolade in 80 Stücke geschnitten und sich achtzig Mal bedankt.“

Alles ohne Geld

Knut Katzwinkel ist Frührentner und überzeugter Maltester. Seine Hilfe kommt an, wo sie benötigt wird. „Das ist mein Hobby“, sagt der 43-Jährige. Denn für seine ehrenamtliche Tätigkeit bekommt er kein Geld. „Wir sind alle wie eine große Familie“, sagt Knut Katzwinkel. Er denkt noch lange nicht ans Aufhören.

Von Johanna Uminski

Quelle: HNA

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