Förderverein der Division Spezielle Operationen will Angehörige unterstützen

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Häufig im Auslandseinsatz: Für die Soldaten der Division Spezielle Operationen sind häufig Gefahren und Risiken ausgesetzt, hier bei einem Einsatz in Afghanistan. Ein neuer Förderverein möchte sich nun um Soldaten und Angehörigen kümmern.

Schwalm/Stadtallendorf. Ende Mai vergangenen Jahres fiel Hauptmann Markus Matthes. Der 33-jährige Soldat des Division Spezielle Operationen in Stadtallendorf starb nach einem Sprengstoffanschlag während einer Patrouillenfahrt in der Nähe von Kundus in Afghanistan.

Sein Freund Robert Harting, Weltmeister im Diskuswerfen, widmete ihm seine in Südkorea gewonnene Goldmedaille, unter anderem im Gedenken an den Tod des jungen Soldaten wurde in Stadtallendorf jetzt ein Förderverein gegründet.

Grundsätzlich ist die Versorgung von Soldaten und Beamten im Soldaten- beziehungsweise Beamtenversorgungsgesetz gut geregelt, heißt es aus dem Divisionsstab in Stadtallendorf. Mit der Gründung des Fördervereins solle dazu jedoch eine zeitgemäße Ergänzung geleistet werden, die vor allem schnell und ohne bürokratische Hürden zur Wirkung kommt, wo die gesetzlichen Versorgungsleistungen nicht wirksam werden.

Unbürokratisch insbesondere auch dort, wo die Gesetzeslage an ihre Grenzen stößt, will der Verein aus Notlagen helfen. Im Blick ist dabei insbesondere die Unterstützung Hinterbliebener und besonders nahe stehenden Personen von im Einsatz gefallenen, tödlich verunglückten oder verwundeter Bundeswehrangehöriger. „Unser Förderverein ist dafür ausgelegt, Leid zu mildern“, so Brigadegeneral Volker Bescht, stellvertretend-er Kommandeur der Division Spezielle Operationen.

Direkter Kontakt

Mit der Gründung des Fördervereins solle darüber hinaus auch ein persönlicher Bezug hergestellt werden. Hier soll Hilfe ein Gesicht bekommen: Der Spender wird oft einen direkten Bezug zum Empfänger haben. Er nimmt unmittelbar Teil am Schicksal des Betroffenen und sieht wohin die Spenden fließen.

Die Division Spezielle Operationen (DSO) am Standort Stadtallendorf, befindet sich permanent mit Soldaten, Beamten oder auch Zivilangestellten im Auslandseinsatz der Bundeswehr.

Dabei sind sie Gefahren und Risiken ausgesetzt, die nicht selten auch eine Gefährdung für Leib und Leben bedeuten sowie eine sehr hohe physische und psychische Belastung aller Beteiligten zur Folge haben können, erklärte der Divisionsstab.

Bereits 2013 wird die Division Spezielle Operationen erneut mit einem großen Kontingent am Afghanistan-Einsatz teilnehmen.

Der Förderverein Stab/Stabskompanie DSO wird dann vorbereitet sein, um im Ernstfall schnell und unbürokratisch Hilfe leisten zu können.

Informationen und Kontakt: www.fv-dso.de

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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