Imker Mehrtach Grösser spricht in Niedergrenzebach über die Apitherapie

Hilfe aus dem Bienenstock

Goldgelbe Pracht: Hobbyimker und Pharmareferent Mehrtach Grösser stellt in seinem Garten selbst Honig her. Fotos: Göbel

SCHWALMSTADT. Der Verwendung von Bienenprodukten als Heiltherapie werden breite Wirkungen zugeschrieben: Sie soll zum Beispiel bei Rheuma, Entzündungen und Abwehrschwäche helfen. Ein Vortrag über die Vielseitigkeit der Anwendungsbereiche findet am 1. August in der Gaststätte Zum Adler in Niedergrenzebach statt, zu dem der Imker-Verein Ziegenhain einlädt.

Referent ist Mehrtach Grösser aus Treysa. Der Hobbyimker und Pharmareferent beschäftigt sich seit drei Jahren mit der alternativen Heilmethode. Die Apitherapie wurde früher häufig angewandt. Mit den Jahren ging das Wissen über die Therapie allerdings verloren. Heute könne man eine Renaissance erleben, die, von den südlichen Staaten zunehmend auf nördliche Länder übergeht, sagt Grösser.

Bei einer Apitherapie greifen Patienten auf Bienenprodukte zurück, wie Propolis, Bienengift, Pollen und Wachs.

Diese werden, je nach Erkrankung, als Kapseln, Lutschtabletten, Salben, als Tinkturen oder zur Inhalation verwendet. Als Patient sollte man die Apitherapie aber nur zusätzlich anwenden, gibt Grösser zu bedenken: „Wenn jemand an Neurodermitis leidet, und Cortison einnehmen muss, sollte er dies auch unbedingt weiterhin tun.“

Trotzdem glaubt Grösser an die Wirkung der Apitherapie. „Seit ich auf Propolis zurückgreife, habe ich weder Husten noch Halsschmerzen“, versichert Grösser.

In seinem Garten züchtet der Hobbyimker selbst Bienen. Die zur Therapie benötigten Bienenprodukte bezieht er allerdings aus einem Hamburger Fachhandel. Die Salben und Tinkturen sollten immer unter Laborbedingungen hergestellt werden, und nicht in einem Hobbykeller, sagt der Schwalmstädter. • Informationen: Der Vortrag über Apitherapie findet am Mittwoch, 1. August, ab 19 Uhr, im Gasthaus Zum Adler (Am Dorfbrunnen 1) in Niedergrenzebach statt.

Von Daniel Göbel

Quelle: HNA

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