Präses Rudolf Schulze übergab Kollekte der Synodalen an koptisch-orthodoxe Kirche

Hilfe für Christen in Ägypten

Kollekte für die ägyptischen Christen: Präses Rudolf Schulze übergab 1600 Euro an den Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian. Foto:  privat

Schwalm-Eder/Kassel. Der Präses der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kirchenrat Rudolf Schulze (Melsungen), hat dem Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, die Kollekte der Frühjahrssynode der Landeskirche überbracht.

Die Übergabe fand während eines Besuchs des Präses im „Kloster der Heiligen Jungfrau und des Heiligen Mauritius“ in Höxter-Brenkhausen statt.

In den Gottesdiensten während der Synodaltagung hatten die 95 Landessynodalen eine Spende von mehr als 1600 Euro als Ausdruck ihrer Solidarität mit den verfolgten ägyptischen Christen gesammelt.

Mit dem Geld wurde die Betreuung derjenigen unterstützt, die nach dem Anschlag gegen die Koptische Kirche in Alexandria Anfang des Jahres schwer verletzt zur medizinischen Behandlung nach Deutschland gekommen waren. Bischof Anba Damian dankte dem Dekan des Kirchenkreises Melsungen, Rudolf Schulze, und würdigte die besonders engen Beziehungen, die die koptisch-orthodoxe Kirche in Deutschland mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck verbindet.

Die Landessynode hatte sich zudem in einer Resolution an die Bundesregierung und die ägyptische Botschaft gewandt, in der ungehinderte Religionsausübung für Christen in Ägypten gefordert wird.

Schulze äußerte sich besorgt, dass gegenwärtig in Ägypten die hohen Ziele der Revolution auf dem Tahirplatz verspielt werden könnten, als Christen und Muslime Seite an Seite für die Freiheit demonstriert haben.

Kampf für Freiheit

„Der Kampf für die Freiheit endet in einer Sackgasse, wenn an die Stelle der alten Autokratie ein neuer muslimischer Totalitarismus tritt, in dem die Religionsausübung für Christen und die Angehörige anderer Religionen behindert oder verboten wird. Der Anschlag von Salafisten auf die Kirche in Imbaba Ende April zeigt, dass es in Ägypten mächtige Kräfte gibt, die die freiheitlichen Ziele der Revolution verhindern wollen“, sagte der Präses.

Das gelte ebenso für die Freiheitsbewegungen in den anderen muslimisch geprägten Staaten. „Auch dort erreichen die Freiheitsbewegungen erst ihr Ziel, wenn sie zur Religionsfreiheit und zu gleichen Rechten für alle Bürger führen“, so Schulze. (bmn)

Quelle: HNA

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