Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ startet dieses Jahr im Kirchenkreis Melsungen

Hilfe für Esten und Letten

Geben Osteuropa Hoffnung: Pfarrer Michael Schümers, Dekan Kirchenrat Rudolf Schulze, Öffentlichkeitsreferent der Ökumenischen Diakonie Claus-Dieter Suß und Europareferent für Ökumene Pfarrer Oliver Uth (von links). Foto: V.Koch

Spangenberg. Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck startet in diesem Jahr am Samstag, 25. Februar, in Spangenberg. Zum 19. Mal will die Projektreihe mit Veranstaltungen Zeichen zur Förderung für ein gerechtes Europa setzten. Die Aktion wurde 1994 – parallel zu „Brot für die Welt“, die Hilfe für Länder im Süden leistet– ins Leben gerufen.

„Hoffnung für Osteuropa richtet sich an Länder des ehemaligen Ostblocks“, sagt der Öffentlichkeitsreferent der Ökumenischen Diakonie Claus-Dieter Suß über die Aktion, die bis Ende Mai läuft. Direkt nach der Wende gab es nach Angaben von Suß über 100 Initiativen für osteuropäische Länder. Heute sind es noch 60. „Trotz großem wirtschaftlichen Aufschwung sind in den osteuropäischen Ländern viele auf der Strecke geblieben“, erklärt Suß. In diesem Jahr wird die soziale Situation im Baltikum – mit Estland und Lettland – im Mittelpunkt stehen.

„Zum christlichen Selbstverständnis gehört es, für Menschen da zu sein“, sagt Dekan Kirchenrat Rudolf Schulze. Mit diakonischem und zivilgesellschaftlichem Engagement unterstützt die Aktion jedes Jahr soziale Projekte und leistet mit den gesammelten Spenden Hilfe zum Aufbau sozialer und kirchlicher Netzwerke in Mittel- und Osteuropa.

Planvolle Entfremdung

In Estland wurde die Bevölkerung über zwei Generationen planvoll vom religiösen Leben entfremdet. Nun sucht die estnische Volkskirche nach neuen Wegen und Möglichkeiten. Auch die evangelische Kirche in Lettland befindet sich im Wandel. „Wo der Atheismus herrscht, bleibt die Nächstenliebe auf der Strecke“, sagt Schulze zur Situation in den baltischen Ländern. Mit der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ komme die Kirche ihrer Pflicht zu helfen nach.

Dass die Aktion in diesem Jahr in Spangenberg eröffnet wird hängt auch mit dem Spangenberger Pfarrer Michael Schümers zusammen. „Er ist der Botschafter der estnischen Kirche in Deutschland“, sagt Suß. Der Spangenberger Pfarrer ist seit zwei Jahren Probst der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland. Zu seinen Aufgaben als Probst gehört neben der Betreuung der in Deutschland lebenden Esten auch die Pflege der Partnerschaften zwischen Landeskirche und estnischen Gemeinden.

Träger der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ sind neben den evangelischen Kirchen in Deutschland das Diakonische Werk und die Diasporawerke, zu denen der Martin-Luther-Bund, das Gustav-Adolf-Werk und der Evangelische Bund gehören. Die Eröffnung der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ fällt in diesem Jahr zusammen mit dem Diasporatag der Landeskirche.

„Wer nachhaltig helfen will, muss sich informieren“, sagt Schulze. In diesem Sinne wird es an dem Wochenende neben einem Abendmahlsgottesdienst mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein und einem Europakonzert auch Informationsveranstaltungen geben. (yvk)

Spendenkonto für die 19. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“: Hoffnung für Osteuropa, Konto 200 000, Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel (BLZ 520 604 10)

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Quelle: HNA

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