Oikos-Beratungsstelle ist seit drei Jahrzehnten Anlaufpunkt bei Sorgen aller Art

Hilfe im Häuschen holen

Offenes Ohr: Sozialpädagogin Elke Sinning arbeitet seit einem Jahr in der Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle von Oikos. Sie hilft Menschen bei Problemen aller Art weiter. Foto: Schittelkopp

Ziegenhain. Umgangssprachlich wird die Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle von Oikos noch immer das Häuschen genannt: Dabei hat sie seit zehn Jahren ihren Sitz in großzügigen Räumen in der Hessenallee.

1982 gründeten Ärzte, Sozialpädagogen und Patienten den Verein Hilfe zur Selbsthilfe für psychisch Kranke. Daraus entwickelte sich Oikos und seine Beratungsstelle. Der Sitz des Sozialzentrums befand sich damals in der Franz-von-Roques-Straße in Treysa: „Liebevoll das Häuschen genannt“, erzählte Sozialpädagogin Elke Sinning. Noch heute nehmen Menschen, die Hilfe und Beratung von Oikos in Anspruch, die bereits seit 30 Jahren kommen.

Elke Sinning ist Ansprechpartnerin in der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle. Seit nunmehr drei Jahrzehnten bietet die Beratungsstelle für Menschen mit vielfältigen Problemen und Sorgen einen Anlaufpunkt. Begonnen hatte alles in den 1980er-Jahren zunächst mit einem wöchentlichen Treff.

Heute bietet die Beratungsstelle ein vielfältigeres Angebot: Zweimal pro Woche können sich Hilfesuchenden telefonisch oder persönlich Rat holen. Zudem bieten die Oikos-Mitarbeiter immer donnerstags ein Offenes Café in Treysa an. „Es ist ein Ort des Austauschs“, sagte Elke Sinning. Mehrmals im Jahr organisieren die Oikos-Mitarbeiter Feste und Ausflüge.

„Hier suchen Menschen mit allen möglichen Lebensfragen Rat“, erzählte die Sozialpädagogin. Der größte Teil sucht Elke Sinning persönlich zu den Sprechzeiten in der Beratungsstelle auf, andere wiederum lassen sich lieber anonym am Telefon beraten. Auch zu Hausbesuchen fährt sie hinaus.

Auch einfach nur Zuhörerin

Der Mensch stehe im Mittelpunkt: Elke Sinning helfe je nach den Bedürfnissen der Ratsuchenden. „Manche brauchen einfach nur ab und an einen Gesprächspartner“, weiß die Sozialpädagogin aus Erfahrung. Andere Menschen vermittelt sie weiter, weil sie eine Therapie brauchen – sei es wegen einer psychischen Krankheit, Mobbing oder einer Alkoholabhängigkeit. Zudem nehmen Angehörige oder Freunde die Beratung in Anspruch.

Auch schwierige Fällen suchen bei ihr Hilfe. „Kürzlich war ein junger Obdachloser in der Beratung“, erzählte sie. Der Mann hatte keinen Platz zu schlafen und war zudem noch suchtabhängig. „Ich lasse niemanden allein“, fügte Elke Sinning an.

• Kontakt: Die Beratungsstelle ist mittwochs von 10 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 16 Uhr unter Tel. 066 91/963 5107 oder 0151/628 165 46 im Oikos-Sozialzentrum, Hessenallee 12a in Ziegenhain, zu erreichen.

Das Offene Café findet immer donnerstags von 15 bis 18 Uhr, Wierastr. 13, in Treysa statt.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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