DRK-Landesverstärkung hält in Fritzlar umfangreiches Material für Einsätze bereit

Hilfe vor Ort und weltweit

Verstärkung für alle Fälle: Thomas Hanschke, Leiter Katastrophenschutz, DRK-Landesvizepräsident Norbert Södler, Landesbereitschaftsleiter Jürgen Kraft und Jutta Hoffmann, stellvertretende Landesbereitschaftsleiterin Regina Radloff und Landespressebeauftragter Norbert Gerlach. Foto: Zerhau

Fritzlar. Sie werden auch dann aktiv, wenn die Trinkwasserversorgung ausfällt. Mit der technischen Ausrüstung, die permanent vorgehalten wird, könnte die in Fritzlar angesiedelte „Landesverstärkung Hessen“ des DRK 5000 Menschen mit Trinkwasser versorgen, vor Ort, aber auch weltweit.

Diese Hilfe ist nur eines von vielen Einsatzfeldern des früheren DRK-Hilfszugs 5, der schon lange am Fritzlarer Gewerbering untergebracht ist, als bundesweite Einrichtung zwar aufgelöst wurde, aber als Landesverstärkung Hessen weiter existiert.

Zu einem Tag der offenen Tür hatte der DRK-Landesverband alle Rotkreuz-Helfer und Führungskräfte nach Fritzlar eingeladen. Die Besucher konnten zwischen zehn und 15 Uhr einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Ausstattung und Geräte begutachten, die für den Ernstfall vorgehalten werden müssen.

Viele Schwerpunkte

Die DRK-Fachdienste präsentierten Arbeitsschwerpunkte, wie das mobile Führungs- und Lagezentrum mit Fernmeldezentrale, die Trinkwasseraufbereitung und -Verteilung, das Kreisauskunftsbüro und den Suchdienst, die Psychosoziale Notfallversorgung, die Freiwilligenkoordinierung und den Medizinisch-Pflegerischen Ergänzungsdienst.

Die DRK-Landesverstärkung in Fritzlar bietet zudem ein überregionales Material- und Kfz-Depot, außerdem ist sie als überregional und international einsetzbare Einheit konzipiert, die über mehrere Tage autark tätig sein kann. Die Fahrzeuge und das Material können auch dem Land Hessen oder einem anderen im Notfall auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden, insbesondere bei Katastrophen. Das Gelände in Fritzlar wird außerdem für Ausbildungsveranstaltungen der Fachdienste Technik und Sicherheit, Fernmeldedienst und Betreuungsdienst genutzt.

Der Schwerpunkt der möglichen Hilfeleistungen liegt im Betreuungsdienst. Ein wesentlicher Bereich ist die Bereit- und Sicherstellung von notwendiger Infrastruktur. Auch wird die Mithilfe in der Pflege wie die Evakuierung von Altenheimen oder Krankenhäusern ein zukünftiges Tätigkeitsfeld sein.

Bei ausgefallener oder zerstörter Infrastruktur kann die DRK-Landesverstärkung Stäbe mit Einsatzleitcontainer, Kurzwelle, BOS-Funk, Telefon, Fax und PC-Netzwerk wieder arbeitsfähig machen. Auch Strom, Beleuchtung, Wasser, Verpflegung mit Küchencontainer, Kühlcontainer und Feldkochherd sowie Unterkunft können bereitgestellt werden.

Beim Helferfest wurde die Leistung der knapp 400 hessischen Helfer beim Hochwassereinsatz in Ostdeutschland im Juni gewürdigt. Jeder Teilnehmer bekam eine Erinnerungsplakette. (zzp)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare