Schwalm-Eder-Kreis zahlte 610 000 Euro für Bildungs- und Teilhabepaket aus

Hilfen für Kinder gefragt

Schwalm-Eder. Das Bildungs- und Teilhabepaket, mit dem Kinder und Jugendliche aus bedürftigen Familien unterstützt werden, ist im Schwalm-Eder-Kreis besser angenommen worden als andernorts.

Das wird anhand von Zahlen deutlich, die der Landkreis veröffentlicht hat. In 2012 zahlte er 610 000 Euro für Hilfen (siehe Hintergrund) aus, im Jahr zuvor waren es 420 000 Euro.

„Wir sind hier auf dem richtigen Weg“, sagt auch Dieter Kumpe aus Fritzlar. Er ist Vorsitzender der Liga der freien Wohlfahrtspflege im Schwalm-Eder-Kreis. Dazu gehören beispielsweise die Awo, die Diakonie und die Caritas. Es scheine im Schwalm-Eder-Kreis gelungen zu sein, die bürokratischen Hürden niedrig zu halten. Das sei auch das Anliegen der Wohlfahrtsverbände gewesen.

Dass es beim Bildungs- und Teilhabeprojekt noch immer zuviel bürokratischen Ballast gibt, erkennt auch Bernhard Ebel an. Er ist stellvertretender Leiter des Sozialamtes beim Landkreis. Das Geld für die Schulverpflegung und die Mitgliedsbeiträge für Vereine sollten beispielsweise direkt an Anbieter ausgezahlt werden.

Der Jahresbeitrag eines Vereins werde nun einmal am Jahresbeginn abgebucht und nicht in monatlichen Raten. Beim Zuschuss für die Schulverpflegung, die am stärksten nachgefragt wird, muss pro Kind noch ein Euro zugezahlt werden. Auf diese Zuzahlung sollte verzichtet werden, meint Ebel. Das würde die Abrechnung vereinfachen.

Für 2847 Kinder und Jugendliche, die einen Anspruch auf das Bildungs- und Teilhabepaket haben, seien 2012 eine oder mehrere Leistungen in Anspruch genommen worden. Das sind 65,7 Prozent. Ebel: „Das ist landesweit ein Spitzenwert.“ Insgesamt seien 4500 Leistungen bewilligt worden. In vielen Informationsveranstaltungen habe man auf die Hilfen hingewiesen.

Quelle: HNA

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