Diakonieforum beschäftigte sich mit Nachbarschaftsinitiativen

Hilfreich im Alter

Aktiv für Ältere: von links Heinrich Ploch, Anita Heilemann (Forum Aktiv), Rudolf Schmidt, ehemaliger Prälat, Manfred Kornemann (Altenhilfe Treysa) und Dekan Christian Wachter

Frielendorf. Das Thema Alter stand im Mittelpunkt des vierten Diakonieforums des Kirchenkreises. Im Frielendorfer Dietrich-Bonhoeffer-Haus hatten sich die Diakoniebeauftragen der Kirchengemeinden versammelt, um sich unter dem Motto „Das hilfreiche Alter“ zu informieren und neue Impulse für die diakonische Arbeit in ihren Gemeinden zu sammeln.

Es sprach Rudolf Schmidt zu den 45 Beauftragten für Diakonie des Kirchenkreises Ziegenhain. Der ehemalige Prälat der Landeskirche und langjährige Leiter der evangelischen Altenhilfe engagiert sich in der Lebensphase des Alters ehrenamtlich und nutzt die Zeit jenseits der beruflichen Verpflichtungen.

In der älter werdenden Gesellschaft seien die alten Menschen in unserer Gesellschaft nicht als Belastung, sondern als eine Chance und eine wachsende Ressource zu betrachten, lautet eine seiner Thesen. Unter dem Motto „Das hilfreiche Alter hilfreicher machen“ regte er an, in ländlichen Kommunen Nachbarschaftshilfen zu gründen. Die Stiftung Pro Alter, deren Vorsitzender er ist, unterstütze diesen Prozess beispielhaft im Landkreis Kassel. Schmidt: „Die einzige Ressource, die mitwächst, sind die alten Menschen selbst, die zur Hilfe fähig und bereit sind. Diese Ressource allerdings muss viel stärker als bisher bewusst gemacht werden, im Bewusstsein der alten Menschen selbst und im Bewusstsein der Gesamtgesellschaft.“

Organisationen vor Ort

Zu Wort kamen an diesem Abend auch die Vertreter der im Kirchenkreis Ziegenhain bereits bestehenden Aktivitäten: Die Altenhilfe Treysa mit Manfred Kornemann organisiert seit über 30 Jahren Hilfen für Menschen, die möglichst selbstbestimmt im Alter leben möchten; das Forum Aktiv der Kommune Frielendorf unter Leitung von Anita Heilemann organisiert einen Treff für demenzerkrankte Menschen und deren Angehörige und eine Ehrenamtsbörse; der Verein Miteinander und Füreinander in Ottrau organisiert Nachbarschaftshilfen, Seniorennachmittage und plant zudem eine Tagespflege für pflegebedürftige Menschen in Ottrau und Umgebung. (syg)

Quelle: HNA

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