Kein weg zu weit: Hilfstransport Homberg-Stolin ging Freitag auf Reise

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Mit LKW, Wohnmobil und Bobbycar auf Tour

Homberg. "Wenn manch einer wüsste, wie viel Arbeit darin steckt, bis der Lkw samt Anhänger so vollgepackt und abfahrbereit hier steht". Georg Altenhof vom Partnerschaftsverein Homberg-Stolin kann davon ein Liedchen singen:

Ganzjährig nimmt er Sachspenden für die alljährlich stattfindenden Hilfstransporte in die weißrussische Partnerstadt entgegen.

Die werden ihm nicht nur an die Haustür gebracht, sondern müssen oft genug auch von weit her abgeholt werden. Für die Menschen in Stolin jedoch, die auch nach mehr als einem Vierteljahrhundert noch immer unter den Folgen der atomaren Katastrophe von Tschernobyl leiden, ist dem Homberger und seinen Mitstreitern kein Weg zu weit.

Das gilt insbesondere für den mittlerweile 27. Hilfstransport, zu dem ein Dutzend Vereinsmitglieder gestern gestartet sind. Auf der rund 1500 Kilometer langen Tour Richtung Osten haben sie fünf Tonnen Bekleidung, 60 Kartons Schuhe, zwölf Paletten Babynahrung, diversen Krankenhausbedarf sowie Schultafeln, Papier, Fahrräder und Spielgeräte mit im Gepäck.

"Die leuchtenden Kinderaugen und die Freude in den Gesichtern der Erwachsenen sind alle Strapazen wert."

Vor Ort verteilt das dortige Rote Kreuz nach Absprache mit Vereinsvorsitzendem Joachim Jerosch die Hilfsgüter an Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und bedürftige Privatpersonen, allen voran kinderreiche Familien und ältere Menschen.

Auch wenn die Zollformalitäten an der polnisch-weißrussische Grenze angesichts langer Warte- und Abfertigungszeiten vermutlich wieder einmal zu einer Strapaze fürs Nervenkostüm der Mitfahrer werden: "Die leuchtenden Kinderaugen und die Freude in den Gesichtern der Erwachsenen sind das allemal wert. da sind sich alle Vereinsmitglieder einig.

Quelle: HNA

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