Paulus-Oratorium in der Wolfhager Stadtkirche - imponierende Aufführung

Himmlisch süßer Klang

Überzeugend: Orchester und Chor beim beim Paulus-Oratorium in der Stadtkirche. Foto: Hoffmann

Wolfhagen. Dem Charme von Mendelssohns Oratorium Paulus können sich musikalisch versierte Menschen nur schwerlich entziehen. Zu verlockend ist sie in Töne gesetzt, die Wandlung des Christenverfolgers Saulus durch sein Damaskuserlebnis zum Apostel Paulus, abwechslungsreich in der Stimmung, von himmlisch süß bis dramatisch schwer.

Auch für die Kreiskantorei Wolfhagen eine Herausforderung. Ein Jahr hatten sich die Mitglieder intensiv vorbereitet, um am Samstag die Stadtkirche mit ihren eindrucksvollen Klängen zu füllen. Das Zusammenspiel von Chor und Orchester schien dabei stimmig, wahrlich ein Hochgenuss für die zahlreichen Zuhörer. Neben dem Genuss gab es auch Lehrreiches an die Hand, nämlich ein aufwändiges Programmheft, das durch die Handlung des Oratoriums führte.

Die einzelnen Chorsätze in ihrer unterschiedlichen Charakteristik raumfüllend und wohlklingend präsentierend, zeigte sich die Kreiskantorei an diesem Abend gut aufgestellt. Auch die Solisten stimmten: Traudl Schmaderer (Sopran), Florian Brauer (Tenor) und Stefan Grunwald (Bass). Das Kammerorchester Marburg PLUS überzeugte in größten Teilen ebenfalls, einzig die Bläser schienen in Nuancen zu dominant, machten es den Streichern damit nicht leicht.

Laut Kirchenmusikdirektor Bernd Geiersbach handelte es sich bei dem Konzert um das mit Abstand aufwändigste musikalische Ereignis der Kreiskantorei Wolfhagen in diesem Jahr.

Von Sascha Hoffmann

Quelle: HNA

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