Unsere Sternenfahrer sind wieder da: Allerletzter Auftritt mit der Weltraumschau

Ein himmlischer Ausflug

Der Mond ist derselbe, der Sternenhimmel auch: Selbst Hans-Winfried Auel (links) und Markus Horn haben sich seitdem kaum verändert. Mitte des Jahrzehnts entstand diese Bildmontage beim Auftritt in der Fritzlarer Stadthalle. Fotomontage:  Berger

Schwalm-Eder. Die Erinnerung hat sich telefonisch gemeldet. Es klingelt, eine bekannte Stimme aus Harle ist zu hören: „Hier ist Winfried Auel. Kennen Sie mich noch?“ Und ob. Das ist der Mann mit den Sternen, der Zehntausende von HNA-Lesern in seiner Schau begeistert hat. Jetzt will er zusammen mit seinem Partner Markus Horn zum letzten Mal auftreten.

Am 19. Oktober soll die Sternenschau zu Grabe getragen werden. Mit einem fröhlichen Abend voller Überraschungen und Enthusiasmus. In der Stadthalle Fritzlar wollen sich die beiden jungen Leute, die inzwischen längst erwachsen sind und fest im Sattel des Lebens sitzen, vom HNA-Publikum verabschieden. Für immer. Danach wird es diese einzigartige Multimediaschau nie wieder geben. Sie kehren dorthin zurück, wo alles begonnen hat.

Die Sternenschau hat jahrelang die Menschen in der Region begeistert. Mit raffinierter Technik spazieren Auel und Horn über den nächtlichen Sternenhimmel, hüllen die Bühne ein in ein Meer von Sonnen und Milchstraßen und zeigen, wo einst Captain Kirk mit seinem Raumschiff unterwegs war.

Was in klaren Nächten dort oben über unseren Köpfen zu sehen ist, diese Welten voller Rätsel, die inzwischen aber gar nicht mehr so rätselhaft sind, diese Welten haben Namen und Positionen. Die beiden Hobby-Astronomen haben sich für die unterhaltsame Information entschieden. Mit besinnlichen Texten und einer von Markus Horn für diese Schau komponierten Musik führen sie ihr Publikum in einen riesigen Traum und vermitteln eine einzigartige Illusion.

Kühne Behauptung

Die heute 38-jährigen Männer, Auel ist Lehrer, Horn Musiker, waren gerade mal 21 Jahre alt, als sie ihre erste Schlagzeile in der HNA bekamen. Auel aus Harle, Horn aus Borken, beide unterm Sternenhimmel. Am 8. Oktober 1993 stellten sie die größte selbstleuchtende Sternenkarte der Welt vor. Eine kühne Behauptung, die aber Bestand hatte. Es dauerte fünf Jahre, bis sie von der HNA zur ersten Schau eingeladen wurden. Im Oktober 1998 zeigten sie in der Fritzlarer Stadthalle ihr multimediales Erlebnis. Zwei Jahre später starteten die Hobby-Astronomen durchs HNA-Land und spielten vor ausverkauften Stadthallen ihre Trümpfe aus. Den 10 000. Besucher begrüßten sie im Jahr 2006 in Borken. wo die Schau nach einer Unterbrechung neu aufgelegt worden war.

Und nun soll Schluss sein: „Wir wollen unserem treuesten Publikum noch einmal eine beeindruckende Show bieten“, sagen Markus Horn und Hans-Winfried Auel. Keiner will sie darin hindern.

Karten: sind noch nicht verfügbar. Wir informieren, sobald der Vorverkauf in den HNA-Geschäftsstellen anläuft.

Von Reinhard Berger

Quelle: HNA

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