Allmuthshausen, Sondheim, Rodemann, Hülsa

Wehren übten im Wildpark

Stiller Beobachter: Ein Hirsch wie dieser schaute den Rettern zu, die die Brandbekämpfung am Streichelgehege probten. Fotos: Christian Ide

Allmuthshausen. Um 13.45 Uhr geht der Alarm bei der Feuerwehr ein. Im Streichelzoo des Wildparks Knüll brennt es. Tiere sind ausgebrochen.

Mit Blaulicht rücken die Feuerwehrleute aus. Nur fünf Minuten später ist das erste Team der Wehr am Einsatzort. Das Schreckensszenario haben sich die Retter dieses Mal ausgedacht. Sie übten am Samstagmittag den Ernstfall.

„Wir wollten unter andrem sehen, wie sich die Tiere verhalten, wenn wir mit Blaulicht und Sirenen durch den Park fahren“, sagt der Pressesprecher der Feuerwehr, Christian Ide. Und hat zugleich eine verblüffende Antwort parat: „Die freilaufenden Tiere, wie zum Beispiel das Dammwild, haben sich durch uns nicht schrecken lassen. Die Hirsche sind einfach liegen geblieben und haben uns beobachtet. Das hat uns sehr überrascht.“ Die meisten Tiere seien wohl an die Menschen und auch an Fahrzeuge gewöhnt, so seine Vermutung.

Im Einsatz waren die Rinnetal-Wehren aus Hülsa, Allmuthshausen, Rodemann und Sondheim. Insgesamt waren 27 Feuerwehrleute im Einsatz, die Leitung übernahm Wehrführer Uwe Dunkel. Die Feuerwehrleute aus Rodemann waren für die Tierrettung verantwortlich, die Einsatzkräfte aus Hülsa und Sondheim für die Wasserversorgung und die Helfer aus Allmuthshausen nahmen den Erstangriff vor.

„Es lief alles sehr gut und wir haben auch ein paar Dinge gefunden, die verbessert werden können“, erklärt Ide. So werde man im Ernstfall nicht mit allen Fahrzeugen durch den Haupteingang fahren. „Es lässt sich besser koordinieren, wenn die meisten Fahrzeuge am Rodemänner Tor in den Wildpark fahren.“ Vom dortigen Ententeich erfolgte auch die Wasserentnahme.

Im Einsatz: Wildparkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich beim Training mit dem Feuerlöscher.

Besonders gut sei auch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Wildparks gelaufen. „Sie sind alle sehr gut ausgebildet und wissen genau, was zu tun ist, wenn es einen Notfall gibt“, zeigt sich Ide überzeugt. Menschenleben seien in dem Park nie gefährdet und die Sicherheit immer gewährleistet gewesen. Dennoch soll das Sicherheitskonzept verbessert werden.

Daher gab es für das Wildpark-Team vor der Übung der Wehr eine Schulung in Sachen Brandschutz. Dieter Ide und Stadtbrandinspektor Jörg Rohde erklärten unter andrem, wie man effektiv mit einem Feuerlöscher umgeht und Wildparkleiter Dr. Wolfgang Fröhlich sei auf mögliche Reaktionen von Tieren in Schocksituationen, wie etwa einem Brand, eingegangen.

Eine Großübung soll im Herbst stattfinden. Bis dahin soll auch weiterhin am Brandschutzkonzept des Parks gefeilt werden.

Quelle: HNA

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