Aufführung der zweiten Kantate des Weihnachtsoratoriums in der Stadtkirche

Auf dem Weg der Hirten

Klangerlebnis in der Wolfhager Stadtkirche: Kreiskantorei (Foto), Kammerorchester und Solisten intonierten die zweite Kantate von Bachs Weihnachtsoratorium. Foto:  Michl

Wolfhagen. Wer kennt sie nicht, die Weihnachtsgeschichte nach Lukas? Johann Sebastian Bach hat sie vertont, ein achtteiliges Weihnachtsoratorium für Soli, Chor und Orchester komponiert.

Waren die Engel wirklich wieder gen Himmel gefahren oder schwebten sie vielmehr nicht doch in feinen harmonischen Tönen durch die neugestaltete Wolfhager Stadtkirche?

In Szene gesetzt wurde das Ganze am zweiten Weihnachtsfeiertag bei der Aufführung der zweiten Kantate des Bach"schen Weihnachtsoratoriums „Und es waren Hirten in derselben Gegend.“ Als Solisten wirkten mit: Anne Petrossow (Sopran), Renate Waldprecht (Alt), Florian Brauer (Tenor) sowie Alexander Reisewitz (Bass). Zudem die Kreiskantorei und das Kammerorchester Wolfhagen unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Bernd Geiersbach.

In beeindruckender Klangfülle bereiteten die Sänger und Musiker nicht nur den vielen Besuchern ein nachträgliches und eintrittsfreies Weihnachtsgeschenk, die Spende am Ausgang war freiwillig, sondern sie nahmen die Zuhörer mit auf den Weg der Hirten zum Kind in der Krippe, um – wie es Dekan Dr. Gernot Gerlach in seiner Predigt sagte – auch innezuhalten. „Damit jeder einzelne von uns auf dem Weg zum Neugeborenen in der Krippe sein persönliches Leben überdenken, gestalten und loslassen kann.“

Trotz der fantastischen Aufführung hätte sich mancher Besucher sicherlich gewünscht, dass die vokalen und instrumentalen Künstler mit ihm Auge in Auge im großen Altarraum platziert gewesen wären – und nicht auf der Empore vor der von Dr. Ingeborg Eick-Prinz gespielten Orgel. Was dem Weihnachtsoratorium musikalisch aber keinen Abbruch tat. (zih)

Quelle: HNA

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