22-Jähriger aus Altkreis Ziegenhain verurteilt

Hitlergruß: 600 Euro Strafe für Schwälmer

Treysa. Weil er einen Hitlergruß gezeigt hat, ist ein 22-Jähriger aus dem Altkreis Ziegenhain am Donnerstag vor dem Amtsgericht Schwalmstadt zu einer Strafe von 600 Euro verurteilt worden.

Der junge Mann sagte vor Gericht aus, dass er sich wegen übermäßigen Alkoholkonsums nicht an den Vorfall erinnern könne. Auch gehöre er nicht der rechten Szene an. Laut Zeugenaussage zweier Polizisten soll der Verurteilte im Mai 2010 vor dem Kirmeszelt in Neukirchen den rechten Arm zum Hitlergruß gehoben haben.

Die Beamten waren an dem Abend auf Streife unterwegs gewesen, um Personen aus der rechten Szene zu beobachten. Als sie an dem Zelt vorbeifuhren, hob der 22-Jährige seinen Arm. Dabei habe er sich mit erhobenem Arm zu dem vorbeifahrenden Kleinbus der Beamten gedreht. Die Streife wendete daraufhin und fuhr ein weiteres Mal vorbei. Der Angeklagte wiederholte die verfassungswidrige Geste.

Bei der anschließenden Befragung des Angeklagten fiel den Polizisten auf, dass der junge Mann nach Alkohol roch. Weil er sonst keine Verhaltensauffälligkeiten zeigte, ließen sie ihn einen Alkoholtest machen. Das Ergebnis waren 2,09 Promille.

Der Richter redete dem Verurteilten noch einmal ins Gewissen. Ein Hitlergruß sei kein Spaß, es gehe hierbei um einen ernsthaften Straftatbestand. (nnx)

Quelle: HNA

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