HNA-Umfrage zur Bürgermeisterwahl: Die Erwartungen sind hoch

Homberg. Am Sonntag kommt es zur Stichwahl zwischen Dr. Nico Ritz und Markus Opitz. Beim ersten Durchgang zur Bürgermeisterwahl am 25. Mai holte Ritz, der als unabhängiger Kandidat antritt, aber von der CDU unterstützt wird, 40 Prozent der Stimmen. Für Opitz (FWG) stimmten 30,5 Prozent der Wähler.

In einer – nicht repräsentativen Umfrage – wollten wir von Hombergern wissen, worum sich der künftige Bürgermeister vor allem kümmern sollte.

Für Christiane Wiegand aus Allmuthshausen ist die Sache klar: „Ich hätte gerne, dass etwas mit dem leerstehenden Krankenhaus passiert.“ Außerdem sagt die 47-Jährige: „Generell muss bei der ärztlichen Versorgung in Homberg etwas passieren. Es kann nicht sein, dass man bis nach Fritzlar ins Krankenhaus fahren muss.“ Silke Discher (48) aus Allmutshausen hat andere Sorgen: „Die Straßen in den kleinen Dörfern rund um Homberg müssen ausgebessert werden.“ Sie seien schon seit Jahren in einem sehr schlechten Zustand.

Ein Thema, das die Wähler ebenfalls bewegt: Die Homberger Altstadt. „Die Altstadt ist das Herz Hombergs und muss dringend belebt werden. Der Marktplatz ist komplett verödet“, sagt sich Otto Pirn (70) aus Homberg.

Christa Wilhelm (60), ebenfalls aus Homberg, stimmt ihm zu: „Die Stadt muss einfach einen Anziehungspunkt haben. Vor allem der Leerstand vieler Geschäfte ist ein Punkt, um den sich der neue Bürgermeister kümmern muss.“

Auch die Hombergerin Brita Krapf (58) teilt diese Meinung: „Die Stadt braucht mehr Arbeitsplätze und Geschäfte. Dann ist hier auch wieder mehr los.“

Für den 62-jährigen Peter Braun steht vor allem der Schuldenabbau im Fokus: „Der neue Bürgermeister muss alte Schulden abbauen und soll keine neuen machen.“ Auch die Immobilienkäufe der Stadt Homberg lehnt er ab: „Diese Gebäude müssen weg, die Stadt ist kein Immobilienhändler.“ Als Beispiel führt er die Engel-Apotheke an: „Was will man damit?“, fragt er verwundert.

Auch für den Homberger Dirk Pfalz (63) ist das Thema Finanzen besonders wichtig: „In Homberg wurde einfach unnötig viel Geld ausgegeben. Der neue Bürgermeister muss die Finanzen in den Griff bekommen.“

An Jugend denken

Bei all den Sorgen um Geld und Immobilien denkt Dieter Kirchner (70) auch an die Homberger Jugend: „Für die Jugendlichen müssen Sportstätten wie zum Beispiel Schwimmbäder zur Verfügung stehen.“

Auch wenn die Meinungen bei den Wahlberechtigten weit auseinander gehen, in einem Punkt sind sich doch alle einig: Unter dem neuen Bürgermeister muss sich einiges tun.

Egal, ob nun Dr. Nico Ritz oder Markus Opitz die Stichwahl am Sonntag für sich entscheidet, auf den Gewinner der Wahl wartet einiges an Arbeit.

Von Kevin Hildebrand

Quelle: HNA

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