Übertragung von Mensch zu Mensch

Hoch ansteckende Hand-Fuß-Mund-Krankheit grassiert in der Region

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Die Hände eines Kleinkindes mit Symptomen (Bläschen) der so genannten Hand-Fuß-Mund-Krankheit, die über Viren übertragen wird.

Schwalmstadt. Zehn Kinder besuchen normalerweise die Krippengruppe des Kindergartens Steinweg in Ziegenhain. Dieser Tage sind es allerdings nur zwei. Grund ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit, die zurzeit in Schwalmstadt grassiert und hoch ansteckend ist.

Lexikonwissen:

Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Wikipedia

Nahezu alle Tagesstätten sind betroffen - auch der Kindergarten Regenbogen in Ziegenhain. „Wir haben Fälle in jeder unserer fünf Gruppen“, berichtet Renate Schuster, Leiterin der Einrichtung. Sie appelliert an die Eltern, mit den Kindern schon beim kleinsten Verdacht einer Infektion zum Arzt zu gehen. Dieser könne dann bestätigen, ob es sich tatsächlich um die Krankheit handelt. Wichtig sei, erkrankte Kinder unbedingt zuhause zu lassen. „Nur so lässt sich verhindern, dass sich noch mehr Jungen und Mädchen anstecken“, sagt Schuster. Doch leider seien nicht alle Eltern einsichtig.

Als Vorbeugung: Wie auf unserem Archivbild zu sehen, lernen die Kinder im Schwalmstädter Kindergarten Regenbogen, wie wichtig Händewaschen und Hygiene sind. So können sich die Jüngsten vor Infektionen schützen. 

Volle Wartezimmer gibt es zurzeit bei den Kinderärzten des Schwalmstädter Asklepios-Gesundheitszentrums. „Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist gerade sprichwörtlich in aller Munde“, berichtet Dr. Ulrich Fuchs. Etwa einmal im Jahr trete die Erkrankung gehäuft auf - vor allem bei feucht-warmem Wetter, das Schmierinfektionen begünstigt. Eine derartige Epidemie wie im Moment sei jedoch selten, sagt der Kinderarzt.

In den kommenden Wochen haben viele Kindergärten wegen der Ferienzeit geschlossen. „Wir hoffen, dass die Erkrankungswelle danach überstanden ist“, sagt Anne Bertelt, Leiterin des Hephata-Kindergartens in Treysa. Seit drei Wochen gibt es in ihrer Einrichtung immer wieder Fälle der Hand-Fuß-Mund-Krankheit. „Wir haben sofort einen Aushang gemacht und stehen in engem Kontakt zu den Eltern“, sagt sie. Zudem werde vermehrt auf Hygiene geachtet. Statt Stoff- gebe es zum Beispiel Papierhandtücher, und Türklinken würden regelmäßig desinfiziert. „Das wichtigste ist jedoch, dass sich die Kinder richtig auskurieren, bevor sie wieder zu uns kommen.“

Von Pamela De Filippo

Mehr über die Krankheiten lesen Sie in der Wochenendausgabe der Schwälmer Allgemeinen.

Quelle: HNA

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