Seltene Einblicke am Denkmaltag in Zierenberg

Hoch hinaus im gotischen Rathaus

Hinter der Fassade: Architekt Robert Göbel (Zweiter von rechts) führte in die unbekannten Winkel des Rathauses. Foto:  Hoffmann

ZIERENBERG. Wie sieht der Turm der Stadtkirche samt Türmerstübchen eigentlich von Innen aus? Wie wurde die Mühle Laar genutzt, als sie noch kein Museum war? Auf Fragen wie diese gab es beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag die passenden Antworten.

In Zierenberg bot die Mühle Laar „Geschichte zum Anfassen“ – und auch die Stadtkirche und das Rathaus öffneten ihre Pforten.

Bürgermeister Stefan Denn hatte einmalig die Tür zum Dachgeschoss aufgeschlossen, und da gab es allerhand zu entdecken. Architekt Robert Göbel hatte liebevoll historische Informationen zusammen getragen und informierte eindrucksvoll über das Dachgefüge des ältesten gotischen Fachwerkrathauses Hessens.

Er berichtete von der so genannten Firstsäulenkonstruktion mit den großen Andreaskreuzen zur Längsaussteifung. Ebenfalls zu sehen gab es das nach 1600 eingebaute doppelte Hängewerk. „Diese Konstruktion ist noch voll funktionsfähig“, erklärte Göbel.

Eine besondere Überraschung hielt er am späten Nachmittag für rund 40 Interessierte bereit, die er durch das ehemalige Zierenberger Hospital führte, heute besser bekannt als Treibhaus. Die Besucher erhielten hier erstmals Einblick in die abgebrannte Diskothek, hatten außerdem die Gelegenheit, sich über das dort angedachte Projekt des Vereins Human Centering zu informieren. der hier ein Zentrum für Orientierung, Qualifizierung und Integration aufbauen will. (zhf)

Quelle: HNA

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