Pianist Menachem Har-Zahav präsentierte Perlen der Musikliteratur

Hochkaräter am Klavier

Virtuos und technisch perfekt: Menachem Har-Zahav überzeugte beim Konzert in der Hospitalkapelle. Foto: Rose

Treysa. Virtuose und hochkarätig interpretierte Klaviermusik erlebten am Samstagabend die Zuhörer in der Treysaer Hospitalkapelle: Pianist Menachem Har-Zahav präsentierte sein Programm Perlen der Klavierliteratur.

Der in Tel Aviv geborene Musiker emigrierte im Kindesalter mit der Familie in die USA: Dort bekam er ab seinem vierten Lebensjahr Klavierunterricht. Nach nur wenigen Monaten konnte er das erste Mal öffentlich spielen.

Start mit sieben Jahren

Sein erstes Konzert gab Menachem Har-Zahav mit sieben Jahren. Mit 16 interpretierte er Gershwins Rhapsody in Blue mit Orchesterbegleitung.

Die war am Samstag in der Kapelle nicht nötig: Denn als Solist beherrschte er das differenzierte und virtuose Spiel hervorragend. Dabei bemerkenswert war die formvollendete Darbietung, gepaart mit einer fast traumwandlerisch sicheren Technik: Har-Zahav eilte über die Tastatur, hielt inne, zelebrierte fast gehauchte Töne, um dem Flügel wenig später donnernde Töne zu entlocken.

Mit Mozarts Sonate Nr. 12 legte er ein perfektes Fundament für die Werke der romantischen Komponisten. In seiner Spielweise bewies er dabei umfängliches Verständnis für die komplexen Werke – und würdigte sie mit Kraft und Hingabe.

Beethovens Klaviersonate Nr. 14, bekannt als Mondscheinsonate, interpretierte der mittlerweile in Deutschland lebende Künstler mit beeindruckender Leichtigkeit und irrwitziger Gestaltungskraft. Liszts Liebestraum und La Campanella konzertierte Menachem Har-Zavah gefühlvoll.

Faszinierende Einblicke gab es auch in Werke von Chopin, Rachmaninoff, Debussy, Ravel und Gershwin - das restlos begeisterte Publikum applaudierte herzlich. (zsr)

Quelle: HNA

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