Edersee lässt Wasser ab

Flutwelle in Felsberg blieb aus - Entwarnung auch in Melsungen

Felsberg/Melsungen. Die Hochwassersituation in Felsberg hatte sich am Freitagnachmittag wieder entspannt. Noch am Donnerstagnachmittag hatten sich die Einsatzkräfte auf eine Flutwelle vorbereitet.

Der Grund: Um für die erwarteten Regenmengen am Wochenende Platz zu schaffen, wurde mit Genehmigung des Regierungspräsidiums am Donnerstag Wasser vom Edersee abgelassen. Entlang des Flusses Eder waren Feuerwehren und THW deshalb in Alarmbereitschaft.

Am Freitagmittag gegen 13.30 Uhr stand der Pegel der Eder bei 2,41 Metern. Bei 3,50 Metern wird das Wasser ins Rathaus gespült. Ein weiterer dramatischer Anstieg wurde für das Wochenende am Freitagnachmittag nicht erwartet.

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Am Felsberger Bauhof befüllten Mitarbeiter des Bauhofes und Feuerwehrleute seit Donnerstag Sandsäcke. 4500 waren es bis Freitagnachmittag. 2000 Säcke werden laut stellvertretendem Stadtbrandinspektor Stefan Dippel benötigt, um das Rathaus vor Hochwasser zu schützen. Außerdem liegen Pumpen des THW bereit.

Diese Vorsichtsmaßnahmen wurden ergriffen, weil das Rathaus schon einmal überschwemmt worden war: 1995 stand in dem Gebäude das Wasser 1,50 Meter hoch und richtete großen Schaden an.

Die Einsatzleitung habe sich bewusst dafür entscheiden, das Technische Hilfswerk hinzu zu ziehen, um es den Mitgliedern der Feuerwehr zu ermöglichen die betroffenen Einwohner zu unterstützen, teilte die Einsatzleitung mit.

Aktualisiert um 16.23 Uhr

Derzeit ist der Radweg zwischen Wolfershausen und Brunslar wegen Überschwemmung gesperrt. Sollte sich die Wettersituation am Wochenende jedoch wieder zuspitzen, werden die Anwohner in Felsberg rechtzeitig mit Lautsprecherdurchsagen und Handzetteln informiert, hieß es bei der Stadt. Zudem haben die Felsberger die Möglichkeit, im Bauhof an der Schulstraße und in Neuenbrunslar am Parkplatz oberhalb des Friedhof Sandsäcke zu befüllen. Für Notfälle gilt die Notrufnummer: 0151/26067620.

Für das Fuldahochwasser am heutigen Samstag hat das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) seine Prognose gesenkt. Da an den vergangenen beiden Tagen weniger Regen gefallen ist als erwartet, werde der Scheitel der nächsten Welle nicht an das Hochwasser von Mittwoch heranreichen. Da erreichte der Fuldapegel in Melsungen eine Höhe von 2,45 Meter. Am Freitagnachmittag lag der Wasserstand in der Bartenwetzerstadt bei 1,83 Meter, teilte Bernd Hewig vom Ordnungsamt mit. Zwar steige der Pegel in Bad Hersfeld weiter, und das komme 24 Stunden später auch in Melsungen an. "Aber in der Fulda ist bei uns jetzt wieder Platz", sagte Hewig. Die Radwege am Flussufer bleiben aber vorerst gesperrt. (zzp/kam/zot/jul)

Hochwasser: Felsberg rüstet sich für die Flutwelle

Quelle: HNA

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