Bei Hochwasser

Hochwasser: Viele Lagen sind bei extremer Witterung gefährdet

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Ein Blick aus dem Helicopter auf die gefluteten Becken bei Schwalmstad

Schwalm-Eder. Eine Hochwasserkatastrophe mit immensen Schäden – auch im Schwalm-Eder-Kreis von Felsberg bis Jesberg, von Schwarzenborn bis Wabern ist die nicht ausgeschlossen.

Zwar hat es seit dem Bau der Hochwasserrückhaltebecken in der Schwalm seit den 1960er Jahren keine großräumige Überflutung mehr gegeben. Würde es jedoch so extrem regnen wie zuletzt im Süden und Osten, wären große Bereiche des Landkreises schwer betroffen.

16 Kommunen sind heute im Wasserverband Schwalm zusammengeschlossen, weite Teile des Schwalm-Eder-Kreises. Sie alle finanzieren die Arbeit, das Herzstück sind die Hochwasserrückhaltebecken in der Schwalm. Dieses Jahr werden 280.000 Euro in den Norddamm Treysa investiert, er wird abgeflacht.

Vize-Landrat Winfried Becker: „Die Becken sind für ein rechnerisches Jahrhunderthochwasser ausgelegt. Dies könnte theoretisch auch überschritten werden, wenn es extrem viel regnet. Dann würde die Hochwasserwelle nicht mehr im Becken aufzuhalten sein.“ Die Folge wäre Hochwasser an den unterhalb der Becken gelegenen Flüsse, also dem gesamten Bereich zwischen Schwalm und Eder.

Aktualisiert um 17.45 Uhr

Wer entlang der Flussniederungen wohnt, muss in der Regel mit dem Risiko leben, denn die übliche Hausratversicherung deckt Hochwasser nicht ab. Das leistet nur eine Elementarschadenversicherung, die aber ist in den meisten Fällen in gefährdeten Lagen nicht zu bekommen.

Die Becken selbst sind laut Becker sicher, würden ständig dem Stand der Technik angepasst, „so wurde zum Beispiel in den vergangenen zehn Jahren die Steuerung umfassend modernisiert“.

Etwas kann jeder tun, um ein häufiges Problem zu vermeiden: Verbraucherschützer empfehlen den Einbau einer Rückstauklappe, zumal örtliche Überschwemmungen wie Ende Mai in allen Kreisteilen immer wiederkehren können.

Von Anne Quehl

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Quelle: HNA

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