Fleischermeister Rudi Döring: Verbraucher wollen wissen, woher das Schlachtvieh stammt

Höherer Umsatz in Zeiten der Krise

Keine Einbußen: Fleischermeister Rudi Döring aus Altenstädt. Archivfoto:  Träger/nh

Umsatzeinbruch wegen des Dioxinskandals? Nicht bei Fleischermeister Rudi Döring in Altenstädt. „Am Freitag und Samstag hatten wir sogar höhere Umsätze als sonst“, sagt Döring.

Offensichtlich vertraue der Verbraucher in solchen Zeiten dem Fachgeschäft in seiner Nähe, wo er erfahren könne, von wo die Schlachttiere stammen, sagt der stellvertretende Obermeister der Fleischerinnung Hofgeismar-Wolfhagen und stellvertretende Landesinnungsmeister. „Die Leute fragen nach, wo ich die Schweine her habe.“

Einkauf in der Umgebung

Die Tiere, erklärt Döring, stammen von Höfen aus der näheren Umgebung. „Wir kaufen die Schweine vor Ort und schlachten in unserem Betrieb in Altenstädt noch selbst.“ Die Bauern, erzählt der Meister, „schroten selbst“, stellen ihre Futtermischung mit selbstangebautem Getreide her.

Döring spricht angesichts der Nachvollziehbarkeit von „Produktsicherheit“, die er bei den ganz großen Märkten so nicht sieht. „Eigentlich ist es kaum zu erklären, wie bei denen die Preisgestaltung zustande kommt.“ Da werde Fleisch zum Teil unter dem Erzeugerpreis angeboten.

In Zeiten solcher Lebensmittel- oder besser: Futtermittelskandale darf’s dann für die Verbraucher preislich auch wieder etwas mehr sein. „Wer auf Nummer Sicher gehen will“, sagt Döring, „kauft beim Fleischer seines Vertrauens vor Ort.“ (nom)

Quelle: HNA

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