Fraktionen äußern sich zur erneuten Verzögerung des Baubeginns im Wieragrund

Von Hoffen bis Bangen

Schutthügel bleiben vorerst: Anlieger haben Widersprüche gegen die Baugenehmigung des Einkaufszentrums im Wieragrund vorgebracht. Damit ist erneut der Start der Bauarbeiten für das neue Center offen. Foto: Grede

Treysa. Der Bau des Einkaufszentrums im Wieragrund bleibt blockiert. Ein Beginn der Bauarbeiten ist nicht Sicht. Gegen die vorliegende Baugenehmigung liegt der Widerspruch von sechs Anliegern vor. Das hatte Thomas Vockeroth, Geschäftsführer der EKZ Wieragrund, mitgeteilt. Wir haben die Schwalmstädter Fraktionen um eine Einschätzung gebeten:

Michael Schneider (SPD): „Das ist eine sehr ungünstige Situation, dass einige wenige die Interessen der Stadt – und eigentlich auch ihre eigenen – schädigen.“ Auf Bürgermeister Dr. Gerald Näser komme als Vermittler eine wichtige Funktion zu.

Dem schließt sich auch Karsten Schenk (CDU) an: Die Stadt habe ihre Leistung erbracht, damit das Projekt umgesetzt werden könne. Seiner Einschätzung nach wollen „mehr als 90 Prozent der Schwalmstädter das Einkaufszentrum“.

Die mangelnde Kommunikationsfähigkeit der Investoren bemängelt Johannes Biskamp (B’90/Grüne). Das ziehe sich wie ein roter Faden von Beginn an durch das Projekt. Einen Baustart sieht er noch nicht. Biskamp zweifelt an „den ernsten Absichten der Investoren“.

Hoffen und Bangen sind die Stichworte, die Michael Knoch (FWG) nennt. Mit jedem Monat, der verstreiche, gingen der Stadt wichtige Einnahmen verloren. Das Projekt sollte so gut und richtig umgesetzt werden, dass auch die Anwohner damit leben können.

Aus Sicht von Constantin Schmitt (FDP) werde nun das Ergebnis einer schlechten Planung eingefahren. Das sei nicht nur die Frage zwischen Investoren und Grundstückseigentümern. Entscheidend sei auch, dass die Stadt Grundlagen für ein ordentliches Baurecht schaffen müsse. Erfreulich sei, dass die Investoren sich nicht zermürben lassen.

Von erneuten Verzögerung des Baubeginns nicht überrascht zeigt sich Heidemarie Scheuch-Paschkewitz (Die Linke): „Das waren von Anfang an unsere Befürchtungen, weil die Eigentumsfragen auch auf Seiten der damaligen Entscheidungsgremien nicht verantwortungsvoll geklärt und in trockenen Tüchern waren.“

Von Sylke Grede

Quelle: HNA

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