Bei der Tiernothilfe suchen kleine und große Katzen ein neues Zuhause

19 mal Hoffnung und Elend

Zwei von 19 Katzenkindern: Mit der Hand hat Jutta Zyweck die beiden Babys aufgezogen werden, weil Menschen sie irgendwo „entsorgt“ hatten. Foto: Ricken

Zierenberg. 19 quirlige Katzenkinder finden das Leben spannend und schön. 19 Katzenkinder haben glänzendes Fell, sind wohlgenährt und gesund. 19 Katzenkinder sind nur haarscharf Tod und Elend entkommen. Jutta Zyweck, die die Schützlinge der Tiernothilfe in Zierenberg betreut, blickt auf die süße Rasselbande mit lachendem und weinendem Auge. Liebevoll wird jedes der Tiere beschmust und versorgt, doch gleichzeitig sind die vielen Katzen in der Zierenberger Pflegestelle lebendige Mahnmale für Gedankenlosigkeit der Menschen im Umgang mit Tieren.

„Wir kämpfen seit Jahren gegen die unkontrollierte Vermehrung der Katzen auf dem Land“, so die Tierschützerin. Verwilderte Katzen werden eingefangen und kastriert. Auf Bauernhöfen sammelt die Tiernothilfe ebenso die Tiere ein. Doch kaum glaube man an einer Stelle, das Problem eingedämmt zu haben, ist doch eine Katze übrigen geblieben, die für bis zu zehn neue Katzenleben pro Jahr sorgt. Aber auch mancher Katzenbesitzer halte es nicht für nötig, sein Tier zu kastrieren. „Katzenkinder sind ja so süß, nur dummerweise werden sie irgendwann groß“, so Zyweck ironisch. Große Katzen gibt es ebenfalls viele in der Zierenberger Notstelle. Fast vierzig sind es insgesamt. Die Tierhaltung kostet viel Geld zum Beispiel für Kastration, Entwurmung und Impfung. Derzeit stapeln sich die unbezahlten Rechnungen wieder. Nicht nur zu Weihnachten bitten die Tierschützer aus Zierenberg und Breuna dringend um Spenden: Tiernothilfe Breuna e.V., erreichbar von 13 bis 18 Uhr unter 0 56 06/ 53 47 38.

Spendenkonto: Kasseler Sparkasse, Konto-Nr. 1146 383 936, BLZ 520 503 53

Von Bea Ricken

Quelle: HNA

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