Heizanlagen mit erneuerbaren Energien verstärkt nachgefragt

Hohe Heizölpreise: Kunden rüsten um

Schwalm-Eder. Die hohen Heizölpreise lassen die Menschen im Landkreis ihre Heizanlagen umrüsten. Kunden fragen verstärkt Anlagen für Brennholz, Holzpellets und Wärmepumpen bei den Heizungsbauern nach.

Der Sturm in den USA hatte den Preis für Öl jüngst kurzzeitig steigen lassen, nach ein paar Tagen sank er wieder ab. „Bei einer Bestellung von 3000 Liter Super-Öl kosten 100 Liter zwischen 94 und 95 Euro“, sagte Herbert Sittig, Prokurist für den Bereich Energie der Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen.

Im Schwalm-Eder-Kreis liegt der günstigste Preis bei 93 Euro pro 100 Liter für Normal-Öl. Sittig rät zum Kauf im Frühjahr, dann seien die Preise meist am niedrigsten. Seit knapp einem Monat wird bei Raiffeisen im Landkreis verstärkt Heizöl bestellt. Die Lieferzeiten können bis zu vier Wochen betragen. Der Prokurist geht davon aus, dass das Öl in den kommenden Wochen nicht billiger wird: „Derzeit spricht nichts dafür, dass der Preis fällt“, sagte Sittig.

Heizungs- und Sanitärbauer Björn Heußner aus Schwalmstadt weiß aus Erfahrung: „Die Kunden erkundigen sich und stellen nach und nach um.“ Verbraucher sehen sich durch die hohen Energiepreise nach einer Alternative zur Ölheizung um. Heizen mit erneuerbaren Energien sei gefragt.

Eine Renaissance erlebt Holz, denn die Kosten betragen nur ein Drittel oder gar die Hälfte wie für die gleiche Energiemenge aus Öl. Auch das Heizen mit Holzpellets wird zunehmend beliebter.

Die Nachteile einer Pellet-Anlage sind hohe Anschaffungskosten sowie die komplizierte Bedienung. Heußner berät seine Kunden nach Zustand und Größe des Gebäudes sowie Wohnlage. Für die Städte im Kreis schlägt er vor: „Eine Gasbrennwertanlage mit Luftwärmepumpe ist eine Investition wert.“ Die Pumpe zieht die Wärme aus der Außenluft, die Gasanlage liefert zu.

Quelle: HNA

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