Holländische Ferienhausbesitzer bauen ihren eigenen Platz in Ottrau

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Noch stehen die Bagger auf dem Platz: Eddie van der Molen freut sich auf seinen neuen Tennisplatz, der an diesem Wochenende fertig werden soll.

Kleinropperhausen. Richtig schöne Tennisplätze haben einen beeindruckenden Ausblick auf blau strahlende Ozeane oder imposante Bergketten. Auf dem Tennisplatz von Eddie van der Molen und Kees Schrumpf blickt man auf malerische grüne Wiesen und Felder.

Nur liegt dieser Platz nicht etwa in einem Ferienressort, sondern auf einem Hügel des 64-Einwohner-Dorfes Kleinropperhausen. Der Ausblick stimmt schon auf dem zukünftigen Platz oberhalb der Ponyweide. Der Rest erinnert noch an einen riesigen Sandkasten. Mit Baggern wird die Erde verteilt und festgefahren. Schon dieses Wochenende soll sich der Sandkasten in einen bespielbaren Tennisplatz verwandeln.

Seit sie vor zwei Jahren ihr Ferienhaus im Dorf kauften, planen die beiden Holländer aus Delft einen eigenen Tennisplatz hinter ihrem Haus zu bauen. „Zwei Jahre hat es gedauert bis unser Bauantrag bewilligt wurde“, sagt Eddie van der Molen. Der Bau des Platzes ging dafür umso schneller: Am Montag begann eine Firma aus Weißenborn den Platz am Hang zu ebnen.

Den Rest erledigte eine holländische Baufirma. Sechs Bauarbeiter schütteten 20 Lastwagenladungen Sand auf, bauten einen Zaun um den Platz und verlegten den Kunstrasen. Bald nun können die beiden Männer das erste Mal den frisch verlegten Kunstrasen testen. Tennis spielen sie schon seit 20 Jahren. Mindestens zweimal pro Woche geht es auf den Platz, sagt Van der Molen. Ihre Heimatstadt Delft liegt 500 Kilometer entfernt.

Dort arbeiten die beiden Männer. In ihrem Ferienhaus in Kleinropperhausen verbringen sie etwa zehn Wochen im Jahr. Wenn sie nicht da sind, kümmern sich die Dorfbewohner um den Platz. „Einen Platzwart haben wir schon gefunden“, sagt Kees Schrumpf. Wenn die beiden Männer in Richtung Heimat aufbrechen, geben sie den Schlüssel zum Platz im Dorf ab. „Ein Tennisplatz muss regelmäßig bespielt werden“, sagt Eddie van der Molen. Die ein oder andere Partie werden die Kleinropperhäusener also auch auf dem Platz spielen. (akh)

Quelle: HNA

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