Bürgerinitiative Holzhäuser Feld schöpft Hoffnung nach Gespräch mit Bürgermeister

Holzhäuser Feld: Laster sollen hintern Bahndamm

Homberg. Aufatmen bei der Homberger Bürgerinitiative Holzhäuser Feld, die seit der Ansiedlung der Logistikfirma Palletways auf dem ehemaligen Viessmann-Gelände um ihre Nachtruhe fürchtet. Nach einem Gespräch mit Bürgermeister Martin Wagner zeichnet sich eine Lösung ab.

Hintergrund des Protests ist, dass mit einer geplanten Verbindungsstraße über die Ostpreußenkaserne zum Viessmann-Gelände die Laster des Logistik-Unternehmens über die Wassmuthshäuser Straße fahren würden. Die Anwohner der Straße sowie aus Holzhausen und dem Osterbach würden mit Lärm und Dreck belastet, so die Befürchtung der BI.

Bei dem Gespräch im Rathaus beruhigte Wagner die Vertreter der Anwohner. Der Bürgermeister habe von einer alternativen Trassenplanung gesprochen, berichten Vertreter der BI. Demnach soll der Verkehr über die B 323/B 254 und über die Rudolf-Diesel-Straße durch das westliche Bahnviadukt entlang der Grenze des FFH-Gebietes zum Viessmann-Gelände geleitet werden.

Der Bürgerinitiative gegenüber habe Wagner mitgeteilt, dass ihm von Seiten der Oberen Naturschutzbehörde mündlich mitgeteilt worden sei, dass gegen die Trassenführung keine Bedenken bestünden. Auch der Staatssekretär im hessischen Umweltministerium, Mark Weinmeister, würde diese Trassenführung begrüßen. Weiter berichtet die BI, Wagner habe erklärt, dass an der Straße die Laster nicht Parken dürften.

Kriechtunnel für Kammmolche würden geplant, so dass auch seitens der Naturschützer keine Einwände zu erwarten seien. Den Bahndamm habe Wagner als Lärmschutz bezeichnet, so dass die Bewohner im Caßdorfer Feld von zusätzlichen Belastungen verschont würden. Weiter habe Wagner während des Gesprächs erklärt, dass die britische Firma Palletways nur über die bestehende Zufahrt angefahren werde.

Dem Wunsch der BI, Logistik-Unternehmen künftig im interkommunalen Gewebegebiet in Knüllwald anzusiedeln habe Wagner widersprochen. Sein Ziel sei, weitere Logistikunternehmen im neuen Industriegebiet auf den Flächen der Kasernen anzusiedeln. Als Grund nannte er die Steuereinnahmen, auf die die Stadt nicht verzichten könne.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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