Holzhütte brannte lichterloh: Polizei geht von Brandstiftung aus

Nur noch verkohlte Bretter: In der Nacht zu Samstag brannte in Felsberg ein Gartenlaube, die als Lagerschuppen für Holz diente. Foto:s Wenderoth 

Felsberg. Nur noch kohlende Holzbalken blieben von einer Gartenhütte übrig, die in der Nacht zum Samstag in der Unteren Birkenallee in Felsberg abbrannte. Kurz vor Mitternacht hatten Anwohner das Feuer bemerkt und dien Feuerwehr alarmiert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte in der Schrebergartenkolonie standen nicht nur die Hütte, sondern auch etwa zehn angrenzende fast 10 Meter hohe Lebensbäume und ein alter Kirschbaum in Flammen.

Die Feuerwehr hatte das Feuer innerhalb kürzester Zeit unter Kontrolle, allerdings zogen sich die Nachlöscharbeiten über eine Stunde hin, da die weiterhin vor sich hinglimmenden Balken erst per Hand auseinander gezogen und dann abgelöscht werden mussten. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Feuerwehrleute Atemschutzgeräte tragen.

Kirschbaum wurde gefällt

Der Kirschbaum wurde von den Einsatzkräften wegen Umsturzgefahr gefällt. Während des Einsatzes erlitt ein Feuerwehrmann eine Quetsch- und Rissverletzung an der Hand wurde in die Klinik in Melsungen gebracht.

In der Hütte befand sich nach Angaben der Pächter, die in Unshausen wohnen, nur Holz. Sie wurden von der Polizei von dem Brand verständigt und kamen noch in der Nacht zu der Einsatzstelle.

Schon öfter Ärger

Sie haben das Grundstück mit der Lagerhütte und einem angrenzenden Wohnwagenstellplatz vor vier Jahren gepachtet. Erst am vergangenen Dienstag waren sie auf ihrem Grundstück und haben dort Rasen gemäht. Der Unshäuser sagte, dass es schon mehrfach Schäden durch Vandalismus auf dem Grundstück gegeben hat. Auch werde laufend Müll über den Zaun auf sein Gelände geworfen.

Da weder ein Stromanschluss in der Hütte vorhanden ist, noch ein technischer Defekt vorliegen kann, kommt als Brandursache nur vorsätzliche Brandstiftung in Frage.

Der Gesamtschaden an Hütte und Bäumen beläuft sich nach Angaben der Polizei auf etwa 1500 Euro.

Dritter Einsatz in 24 Stunden

Für die Felsberger Feuerwehr, die mit 28 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen im Einsatz war, war dies bereits der dritte Einsatz innerhalb von nur 24 Stunden. Bereits in der Nacht zum Freitag waren sie zu einer Amtshilfe für die Polizei unterwegs (wir berichteten) und am späten Nachmittag hatte eine Gartenlaube gebrannt. (zot)

Quelle: HNA

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