27 Millionen Euro Investition

Arbeiten für Homberger Einkaufszentrum haben begonnen - Eröffnung für 2020 geplant

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Die Arbeiten für das neue Einkaufszentrum an der Drehscheibe in Homberg haben begonnen.

Lange mussten die Homberger warten, jetzt tut sich viel auf dem Areal an der Drehscheibe: Die Abrissarbeiten sind beendet und die Erdarbeiten für das Einkaufszentrum haben begonnen.

Die Baugenehmigung wurde den Investoren von Schoofs Immobilien inzwischen ebenfalls erteilt. Die Eröffnung ist weiter für Herbst 2020 geplant.

Es ist die derzeit wohl größte und am meisten beachtete Baustelle in der Kreisstadt. Nun werde alles Nötige vorbereitet, um zum Ferienbeginn mit den Arbeiten beginnen zu können, sagt Geschäftsführer Mohamed Younis. Damit die Schüler der gegenüberliegenden Theodor-Heuss-Schule auf ihrem Schulweg sicher sind, kommen in den verbliebenen Wochen bis zu den Ferien professionelle Einweiser zum Einsatz. Ihre Aufgabe sei es, die Aufmerksamkeit der Schüler und Lasterfahrer zu steigern, die Schüler zu schützen und auf Fehlverhalten hinzuweisen, teilt Younis mit. So soll der Lkw-Verkehr zu Beginn und Ende jedes Schultages das Gelände sicher verlassen können.

Die beim Abriss angefallenen 4000 Kubikmeter Bauschutt – das sind ungefähr 26.600 Badewannenfüllungen voll – können zu einem großen Teil wiederverwendet werden. Das Material wurde direkt auf dem Grundstück zerkleinert und analysiert (wir berichteten). Es wird vor allem eingesetzt, um Baustraßen für Bagger und Laster zu bilden, so Younis.

Auch die unbelastete Erde, die ausgehoben wird, soll recycelt werden: Ein regionaler Landwirt wolle damit seine Äcker einebnen, teilt das Unternehmen mit. Dagegen soll die Erde, die durch den früheren Betrieb einer Tankstelle und einer Werkstatt als stark belastet gilt, auf Deponien entsorgt werden.

Durch diese sogenannte nachhaltige Bauschuttentsorgung werden die Erdarbeiten länger dauern als geplant. „Das hat aber keine Auswirkungen auf den Beginn der Rohbauarbeiten“, sagt Younis. Die sollen noch im Sommer starten. 

Die Arbeiten sollen überwiegend in den Ferien umgesetzt werden, um die Belastungen für die Schüler und Lehrer an der benachbarten Theodor-Heuss-Schule so gering wie möglich zu halten. „Die Erdarbeiten werden bis in den August hinein andauern“, sagt Mohamed Younis, Geschäftsführer von Schoofs Immobilien auf Anfrage. Damit müssen für die Arbeiten etwa vier Wochen mehr eingeplant werden als ursprünglich gedacht. Grund dafür sei „das umsichtige Vorgehen“ bei der Entsorgung der belasteten Erde, die sich auf dem Grundstück befindet. Dort wurden früher unter anderem eine Tankstelle und eine Autowerkstatt betrieben. Die Rohbauarbeiten sollen aber trotzdem wie geplant im Sommer starten, berichtet Mohamed Younis. 

70.000 Tonnen Erde in unterschiedlicher Qualität müssen bis dahin bewegt werden. Durch die große Höhendifferenz zwischen Kasseler Straße und Bindeweg entstehen bei den Arbeiten zwei Hauptebenen. Auf der Ebene 0 wird sich das Einkaufszentrum mit Flächen für die Mieter Rewe, Müller, Woolworth und für weitere Shops befinden. Auf Ebene 1 werden Parkplätze, Eingangsbereich, Bäcker, ein Café und der Discounter Aldi angesiedelt, berichtet der Geschäftsführer. Um diese Ebenen herzustellen, sei es nötig, die große Menge Erde zu bewegen. „Das ist wie bei einem Einfamilienhaus, wenn für den Keller die Baugrube erstellt wird“, sagt Younis. 

Das Einkaufszentrum an der Drehscheibe werde quasi in den Boden gegraben. Der Grund dafür: Das Gebäude soll architektonisch nicht erdrückend auf das Homberger Stadtbild wirken. Laut Mitteilung von Schoofs Immobilien sind inzwischen alle für den Bau des Einkaufszentrums notwendigen Grundstücke gekauft und bezahlt. Auch die der Kreissparkasse.

27 Millionen Euro für Einkaufszentrum 

Auf dem Gelände an der Kasseler Straße soll ein zweigeschossiges Einkaufszentrum mit etwa 7500 Quadratmetern Verkäufsfläche und 250 Parkplätzen entstehen. Etwa 90 Prozent der Flächen seien inzwischen vermietet, sagt Mohamed Younis, Geschäftsführer von Schoofs Immobilien. Nach eigenen Angaben investiert das Unternehmen mit Sitz in Neu-Isenburg mehr als 27 Millionen Euro in das neue Einkaufszentrum an der Homberger Drehscheibe.

Quelle: HNA

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