180.000 Euro für 540 Quadratmeter

Bürgermeister Ritz wirbt für Kauf von Erdgeschoss am Marktplatz

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Entscheidung: Kauft die Stadt das Erdgeschoss des ehemaligen Coop-Marktes am Marktplatz 15?

Homberg. Statt weiter leer zu stehen, könnte das Erdgeschoss des Hauses Marktplatz 15 in Homberg künftig von sechs verschiedenen Einrichtungen genutzt werden.

Volkshochschule, Starthilfe, Musikschule, Familienzentrum, Elternschule und Tageselternverein. Allerdings setzt das voraus, dass die Stadt das Erdgeschoss des Hauses kauft - am Donnerstag entscheiden die Stadtverordneten darüber.

Multifunktional solle die 540 Quadratmeter große Fläche genutzt werden, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Denn dadurch könne die Stadt dauerhaft Geld sparen, erklärt er. Allerdings müsse sie dafür erstmal Geld ausgeben. 180.000 Euro beträgt der Kaufpreis. „Letztlich könnten wir die Organisationen statt mit fünf städtischen Räumen, mit einer Raumeinheit unterstützen, die sie sich teilen. Das wäre für die Stadt in der Unterhaltung und im Betrieb günstiger. Und: Außer der Volkshochschule sei keine der Organisationen in der Lage, adäquate Räume zu marktüblichen Preisen zu mieten. Die Stadt lege bei der Bereitstellung der Räume Geld drauf. Durch die gemeinsame Nutzung eines Objektes könne man auch den Erhalt der Angebote in Homberg sichern. Daher sei es sinnvoll, eine Raumeinheit zu schaffen, die so flexibel gestaltet ist, dass sie von einer Vielzahl an Nutzern genutzt werden kann.

Außerdem sei zum Beispiel der Standort des Familienzentrums im ehemaligen, leerstehenden Krankenhaus ein Problem. Auch die Unterbringung der Musikschule in der Pfarrstraße sei nur eine temporäre Lösung. Für sie könne so eine langfristige Lösung geschaffen werden.

Die sechs Organisationen hätten sich bereits für die Idee ausgesprochen, sich einen Standort zu teilen. „Sie müssen sich dann mit den anderen arrangieren, denn die Räume wären nicht mehr jederzeit verfügbar“, geht Ritz auf eine organisatorische Einschränkung ein. Allerdings bekomme man letztlich Räume, die bis zu 60 Prozent der Zeit ausgelastet seien. Ziehe man einen Vergleich zur Wirtschaft, dann gehe es dort darum, die Auslastung der Maschinen zu erhöhen und effektiver zu gestalten und bei der Stadt gehe es um die Auslastung der Einrichtungen für den Gemeinbedarf.

Wichtig für Entwicklung

Für die Umsetzung solcher Pläne gebe es Fördergeld aus verschiedenen Töpfen - unter anderem Stadtumbau West und aus dem Leader-Programm. Außerdem könne man sich für ein Bundesprogramm für die Sanierung kommunaler Einrichtungen bewerben. Ritz wirbt für den Kauf, denn selbst, wenn die Stadtverordneten nicht für die multifunktionale Nutzung seien, wäre die Fläche entscheidend für die strukturierte Entwicklung der östlichen Altstadt.

Quelle: HNA

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