Gründerin des Homberger Kulturrings

Homberg: Christine Beutelhoff erhält Bundesverdienstkreuz

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Herzlicher Dank am Ort der Gründung: Europastaatssekretär Mark Weinmeister überreichte Christine Beutelhoff, Gründerin und langjährige Vorsitzende des Homberger Kulturrings, das Bundesverdienstkreuz.   

Homberg. Für ihr jahrelanges Engagement im kulturellen Bereich wurde die Gründerin des Homberger Kulturrings Christine Beutelhoff mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Etwa 500 Kulturveranstaltungen hat Christine Beutelhoff von 1990 bis heute federführend auf die Beine gestellt – und die Ideen, wie man Kultur nach Homberg bringen kann, gehen ihr nach eigenen Angaben noch lange nicht aus.

Für ihre engagierte Arbeit als Gründerin und langjährige Vorsitzende des Homberger Kulturrings wurde die 68-Jährige am Freitag mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Europastaatssekretär Mark Weinmeister überreichte die Verdienstmedaille und bedankte sich bei Beutelhoff für ihr Engagement, das „über Normales weit hinaus geht“.

„Sie sind für den Homberger Kulturring Herz, Seele, Kopf und Hand geworden – alles, was man braucht, um voranzugehen“, sagte Weinmeister. Was sie schlecht könne – ein schöner Wesenszug, auch wenn er ihr nicht geholfen habe, sagte Weinmeister mit einem Augenzwinkern – sei, Aufgaben an andere zu delegieren.

Dank an Unterstützer

„Man kann die Fäden in der Hand halten. Aber nur einer alleine hätte es nicht geschafft, was meine vielen Helfer und ich im Kulturring geschafft haben“, erwiderte Beutelhoff und bedankte sich bei ihren Gästen im Gasthaus Krone sowie bei allen anderen, die ihr in den vergangenen Jahren tatkräftig zur Seite gestanden haben.

Besonderes dankte sie ihrem Ehemann Ludwig, der sie auch juristisch beraten und unterstützt habe. Im Gasthaus, erinnert sich Beutelhoff, kam der Stein 1990 ins Rollen. „Oben im Saal haben wir, 42 Mitglieder und ich, am 4. September 1990 den Homberger Kulturring gegründet“, erzählte Beutelhoff.

Als Deutsch- und Englischlehrerin und später Oberstudienrätin an der Theodor-Heuss-Schule und auch als Stadtverordnete war es ihr ein Anliegen, Kultur zu fördern.

Sie verfasste unter anderem englischsprachige Theaterstücke für ihre Englischklassen. Die Schüler führten die Stücke dann auf, auch in Frome, einer Stadt im Südwesten Englands. Dort lernte sie auch Martin Dimery kennen, durch den sie die Arbeit eines Kulturrings sowie viele englische Künstler kennenlernte.

„Ohne ihn hätte es sicher einen Kulturring, wie wir ihn heute haben, nicht gegeben“, sagt Beutelhoff.

Nachdem sich der Förderverein Gude’scher Saal nach der Fertigstellung der Stadthalle auflöste, nahm der Kulturring seine Arbeit auf. So füllte der fast 220 Mitglieder umfassende Verein nicht nur oft die Stadthalle mit Veranstaltungen aus Theater, Musik und Kunst, sondern bereicherte laut Bürgermeister Dr. Nico Ritz auch die gesamte Stadt. „Die Kultur gibt der Stadt eine besondere Strahlkraft“, sagte Ritz. Er freue sich, als nachfolgender Kulturringvorsitzender in die Fußstampfen Beutelhoffs zu treten.

Das Bundesverdienstkreuz markiert aber nicht das Ende von Beutelhoffs kulturellem Engagement, denn als Leiterin der Projektgruppe Literatur will sie weiterhin den Homberger Literaturpreis organisieren.

Quelle: HNA

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