Initiative gegen Erwerb des Kasernengeländes

Homberg. Gegen die Entscheidung, das Homberger Kasernengelände zu kaufen, regt sich Widerstand.  Die Homberger Stadtverordneten hatten sich mehrheitlich für den Kauf durch die Stadt ausgesprochen. Jetzt setzt sich eine Initiative für ein Bürgerbegehren ein.

Die Bürger sollen selbst entscheiden ob die beiden Homberger Kasernen und 38 Hektar Freiland von der Stadt gekauft werden sollen. Das zumindest will nun eine Initiative erreichen, die sich für ein Bürgerbegehren einsetzt. Beschluss soll ruhen.

Damit es soweit kommt, müssen sich zunächst zehn Prozent der Wahlberechtigten für das Bürgerbegehren aussprechen. Unterschriftenlisten liegen bereits in der Stadt aus. Die Initiatoren für den Bürgerentscheid, zu denen unter anderem der Grünen-Stadtverordnete Delf Schnappauf zählt, haben den Magistrat aufgefordert, bis zum Abschluss des Bürgerbegehrens den Kaufbeschluss ruhen zu lassen.

Bis acht Wochen nach dem Beschluss können die Unterschriften gesammelt werden. Kommt die notwendige Zahl der Unterschriften zusammen, muss die Stadt eine offizielle Bürgerbefragung organisieren.

Die Stadt sei so hoch verschuldet, dass sie unter den kommunalen Rettungsschirm kriechen müsse, trotzdem wolle sie das Gelände kaufen, bemängeln die Kritiker. Mit dem Kauf übernehme die Stadt alle Verpflichtungen für die Altlasten, Abbruchkosten und die Sanierung und Unterhaltung der Infrastruktur. „Die Kosten liegen ein Vielfaches über den Kaufpreis. Das Risiko ist nicht kalkulierbar und angesichts der aktuellen Wirtschaftsentwicklung sehr spekulativ“, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiatoren. (may)

Quelle: HNA

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