Ideen sollen mit Bürgern gemeinsam entstehen

Homberg ist Teil des Förderprojekts "Zukunft Stadtgrün"

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An der Mauer solls schöner werden: Heinz Ziegler vom Bauamt und Klimamanagerin Helene Pankratz vor der nördlichen Stadtmauer in Homberg. Die Wege und Grünflächen sollen dort mit dem Förderprojekt „Zukunft Stadtgrün“ verbessert werden. 

Homberg. Mehr Grün für die Stadt: Homberg ist seit vergangenem Jahr Teil des Förderprojekts „Zukunft Stadtgrün“ – als eine von nur acht Kommunen in ganz Hessen.

Das Konzept für die Projekte, die Grünflächen in der Stadt aufwerten sollen, sollen zusammen mit den Bürgern entwickelt werden. Verbessert werden soll zunächst unter anderem der Burgberg. Um das Projekt vorzustellen, ist für Donnerstag, 19. April, 19 Uhr, eine Bürgerversammlung in der Stadthalle geplant.

33 Hektar Fläche fallen in das neue Fördergebiet, angelegt ist „Zukunft Stadtgrün“ auf zehn Jahre, sagt Heinz Ziegler von der Bauverwaltung. Die Schwerpunkte liegen auf Grünflächen, Klimaschutz und einer Stärkung der biologischen Vielfalt, erzählt Klimamanagerin Helene Pankratz.

Burgberg und Altstadt sollen grüner werden

Geplant sei, zunächst den Burgberg, den nördlichen Teil der Stadtmauer, Osterwiese und Schutzhütte aufzuwerten. Auch für den Parkplatz Reithausplatz und den Stadtpark soll ein Konzept erstellt werden. „Im Prinzip geht es um die Bereiche westlich des Burgbergs und der Altstadt“, sagt Ziegler.

So sollen etwa die Wegeverbindungen am Burgberg verbessert und barrierefrei gestaltet werden, Freiflächen für Bänke geschaffen und die Hinweisschilder erneuert werden. „Da haben wir noch viel Luft nach oben“, sagt Ziegler. Entlang der nördlichen Stadtmauer sollen vor allem die Fußwege verbessert werden, sagt Pankratz. „Wir überlegen auch, dort eine Streuobstwiese anzulegen“, sagt sie. 

Auch die Schutzhütte solle saniert werden, um die Flächen auch touristisch nutzbar zu machen. Für den Parkplatz am Reithausplatz sei beispielsweise eine Begrünung vorgesehen. „Interessante Orte sollen wieder ins Bewusstsein der Menschen gebracht werden“, so die Klimamanagerin.

Fördergebiet in Homberg

Geplant ist, die Bürger mit ihren Ideen am Entstehungskonzept teilhaben zu lassen. Dennoch habe man einige Projekte bereits auflisten müssen. Denn um eine Förderung zu erhalten, müsse ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet werden, sagt Ziegler. „Das muss in diesem Jahr dem Land vorliegen.“ Eine Förderung gebe es aber nur, wenn das Konzept bewilligt werde. Für die Arbeiten, die in diesem Jahr umgesetzt werden sollen, erhalte die Stadt zunächst 136 000 Euro, so Ziegler.

Die Homberger Altstadt ist von den Arbeiten nicht betroffen. Durch Projekte und Programme wie Stadtumbau West und die Altstadtsanierung seien diese Gebiete von neuen Förderungen ausgeschlossen, teilt Ziegler mit.

Spaziergang durch das Fördergebiet 

Jedes Projekt, das die Stadt mit „Zukunft Stadtgrün“ umsetzen will, müsse neu beantragt und beschlossen werden, teilt Heinz Ziegler von der Bauverwaltung mit. Um gemeinsam mit den Einwohnern Ideen zu entwickeln, ist eine ganze Veranstaltungsreihe zum Thema „Zukunft Stadtgrün“ geplant. Den Start macht die Bürgerversammlung am 19. April. Interessierte haben bereits ab 17 Uhr die Möglichkeit, sich bei einem Spaziergang durch das Fördergebiet über die Flächen zu informieren. Der Rundgang soll etwa eineinhalb Stunden dauern. 

Projekte und Orte werden dann um 19 Uhr in der Stadthalle vorgestellt. In kleinen Arbeitsgruppen werden anschließend Ideen gesammelt. Organisiert und moderiert werden Spaziergang und Versammlung vom Büro „Foundation 5+“ und dem Planungsbüro „akp_Stadtplanung+Regionalentwicklung“, die auch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept erarbeiten.

Quelle: HNA

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